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Die Filière Bilingue macht einen bedeutenden Schritt

2019-12-12 09:32:04
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Quelle: Stadtverwaltung Biel

Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 4. Dezember 2019 entschieden, die Grundlagen der pädagogischen Organisation der Filière Bilingue Primarstufe (FiBi) anzupassen, wie die Stadtverwaltung Biel mitteilt.

Ab Schuljahresbeginn 2020 werde die Organisation dieser zweisprachigen Schule auf einem System basieren, das den deutsch- und den französischsprachigen Lehrplan zusammenführt. Die FiBi werde somit das innovative Modell übernehmen, das bereits für die Filière Bilingue Sekundarstufe (FiBiS) umgesetzt wurde.

Das vom Gemeinderat genehmigte neue Konzept sei das Resultat vertiefter Arbeiten, welche die FiBi und die Abteilung Schule & Sport gemeinsam an die Hand genommen haben. Die 2010 eröffnete FiBi war bisher eine zweisprachige Schule, deren eine Hälfte (acht Schulklassen vom Kindergarten bis zur 6. Klasse) nach dem deutschsprachigen System (Lehrplan 21 – LP21) und die andere nach dem französischsprachigen System (Plan d`études romand – PER) organisiert war.

Künftig werden die 16 Klassen der FiBi nach einem einzigen System unterrichtet, welches Elemente aus beiden Lehrplänen zusammenführt. Dazu musste in Absprache mit der Erziehungsdirektion eine neue gemeinsame Stundentafel entwickelt werden.Diese Umstellung auf eine gemeinsame Stundentafel werde das Prinzip der reziproken Immersion entscheidend verstärken.

Die wichtigste Änderung besteht darin, dass die Fächer Deutsch und Französisch dabei auf dem gleichen Niveau unterrichtet werden, ohne Unterscheidung zwischen Haupt- und Zweitsprache.  Die meisten weiteren Fächer werden in beiden Sprachen unterrichtet.

Zweisprachige Lehrkräfte-Tandems werden sich den Stoff der verschiedenen Fächer teilen (Mathematik, Geschichte, Geographie, Naturwissenschaft usw.). Das in der Schweiz einzigartige Konzept für die Filière Bilingue Sekundarstufe (FiBiS), basierend auf der reziproken Immersion, gilt bereits seit August 2018.Auf diese Weise werden die Klassen der FiBi nicht mehr durch eine Unterscheidung zwischen PER oder LP21 voneinander abgegrenzt.

Sie bilden ein kohärentes System, das sowohl auf administrativer wie auf pädagogischer Ebene viel mehr Flexibilität bietet. Eine gewisse Anpassungsfähigkeit bringt das neue Konzept zudem auch in Bezug auf die Klassenstärke (21 Kinder pro Klasse), damit Schülerinnen und Schüler bei Bedarf den Zyklus verlängern können.

Die Verteilung der Schülerinnen und Schüler aufgrund ihrer Muttersprache wurde ebenfalls leicht angepasst: die Klassen werden aus französischsprachigen (6), deutschsprachigen (6) und fremdsprachigen Kindern (ca. 9, ausgewogen aufgeteilt zwischen denjenigen, die eher dem Französischen näher stehen und denjenigen, die eher dem Deutschen näher stehen).Die Erziehungsdirektion des Kantons Bern steht voll und ganz hinter der Filière Bilingue und deren pädagogischen Entwicklung.

Sie habe das neue Konzept der FiBi im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Schulversuche (Pilotprojekte) für eine verlängerbare Dauer von zwei Jahren bewilligt.Biel habe das Glück, eine zweisprachige Stadt, sogar die grösste der Schweiz zu sein. Die Förderung der Zweisprachigkeit gehört zu den Prioritäten des Gemeinderates.

Das Projekt der Filière Bilingue auf Primar- und Sekundarstufe fügt sich in diesen Kontext ein. Parallel zur Filière Bilingue bereitet die Direktion Bildung, Kultur und Sport ein Projekt zur Stärkung der Zweisprachigkeit in allen Bieler Schulen vor.Reziproke Immersion: Dieses Modell basiert auf dem Unterricht und den Schülerinnen und Schülern.

Der Unterricht werde je zur Hälfte auf Deutsch und Französisch erteilt. Die Schülerinnen und Schüler seien ebenfalls gemischt.

Alle Klassen der FiBi bestehen aus deutschsprachigen, französischsprachigen und fremdsprachigen Kindern (die Erstsprache sei eine andere Sprache als Deutsch oder Französisch). Die reziproke Immersion vermittelt Sprachkompetenzen nicht nur in der Unterrichtssituation, sondern auch durch Kontakte zwischen den Schülerinnen und Schülern, nicht zuletzt auch in Pausen und Freizeit.

Die privilegierte Situation Biels in Bezug auf die Zweisprachigkeit macht dieses ehrgeizige und in der Schweiz einzigartige Modell überhaupt möglich.Stundentafel: Die Stundentafel für die obligatorische Schule legt die Unterrichtsfächer und die entsprechende Anzahl Wochenstunden fest. Im Kanton Bern gibt es eine Stundentafel für die deutschsprachigen Schulen und eine andere für die französischsprachigen Schulen.

Für das neue Konzept der FiBi musste eine neue Stundentafel ausgearbeitet werden, die von den bereits bestehenden ausgeht.Schülerinnen/Schüler: Aktuell besuchen 330 Kinder, aufgeteilt in 16 Klassen (2 Klassenzüge mit je 8 Klassen) die Filière Bilingue Primarstufe. Die Schülerinnen und Schüler seien deutschsprachig, französischsprachig und fremdsprachig.

Die ersten Klassen starteten 2010 und besuchen seit August 2018 die FiBiS, die Filière Bilingue auf der Sekundarstufe I.Aufnahme:     Die Aufnahme in die FiBi erfolgt aufgrund einer freiwilligen Anmeldung durch die Eltern. Die FiBi steht im Rahmen der zur Verfügung stehenden Plätze allen Bieler Schülerinnen und Schülern zur Verfügung.

Aktuell übersteigt die Nachfrage das Angebot. Die Aufnahmekriterien seien die Entfernung zur Schule und die Sprache der Kinder, damit eine die reziproke Immersion sichergestellt werden kann.

Die Anmeldung erfolgt ab dem Kindergarten und gilt für die gesamte obligatorische Schulzeit.Lehrpersonen:               45 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten an der Filière Bilingue Primarstufe. Der Unterricht werde je hälftig in beiden Sprachen erteilt, immer in der Muttersprache der Lehrperson.Hinweis: Mit der Benutzung der Social-Share-Funktion verlassen Sie die Website der Stadt Biel und externe Plattformen können Ihre Daten erfassen und verarbeiten.

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