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Frühförderung: «Deutsch lernen vor dem Kindergarten»

2020-01-09 09:32:00
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Quelle: Stadt Bern

Der Gesundheitsdienst der Stadt Bern startet im Januar das Förderprogramm «Deutsch lernen vor dem Kindergarten», wie die Stadt Bern mitteilt.

Ziel ist, dass Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen mindestens ein Jahr vor dem Kindergarteneintritt entweder eine Kita oder Spielgruppe besuchen. Die Teilnahme am Programm sei freiwillig und werde je nach Einkommen der Eltern subventioniert.Die Stadt Bern werde ab diesem Jahr systematisch die Sprachkenntnisse von zweieinhalb- bis dreieinhalbjährigen Kindern erheben.

Gemäss den bestehenden Daten des schulärztlichen Dienstes erhalten aktuell rund 6 Prozent aller Kinder mit Deutsch als Erstsprache und rund 27 Prozent aller Kinder mit Deutsch als Zweitsprache vor dem Kindergarten keine ausreichende Sprachförderung. Für die jeweiligen Kinder bedeutet dies einen erschwerten Kindergartenstart.

Dies wirkt sich nachweislich auch negativ auf die gesamte Bildungslaufbahn aus.Der Gemeinderat will mit dem neuen Frühförderprogramm «Deutsch lernen vor dem Kindergarten» die Chancengerechtigkeit in der Bildung erhöhen. In diesen Tagen erhalten in der Stadt Bern 1430 Eltern von Kindern, die zwischen dem 1. August 2016 und dem 31. Juli 2017 geboren worden sind, einen Brief vom städtischen Gesundheitsdienst.

Sie bekommen eine Elternbroschüre und einen Begleitbrief mit einem persönlichen Zugangscode zu einem Fragebogen, der in zwölf Sprachen vorliegt. Damit können die Eltern die Deutschkenntnisse ihres Kindes selber einschätzen.Im Februar können Eltern die Fragebogen an verschiedenen Samstagen in Schulhäusern oder Quartiertreffpunkten in allen Stadtteilen gleich vor Ort ausfüllen.

An diesen Anlässen seien Schlüsselpersonen vor Ort, welche übersetzen und Fragen klären können.Der Elternfragebogen wurde von der Fakultät für Psychologie, Abteilung Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie, der Universität Basel unter der Leitung von Professor Alexander Grob entwickelt. Nebst Basel nutzen diesen Fragebogen auch Zürich, Chur und Luzern.Bis Ende März werde der Gesundheitsdienst die Fragebogen auswerten und bis Mitte April 2020 die Eltern benachrichtigen.

Eltern von Kindern, die aufgrund der Auswertung Sprachförderung brauchen und noch keine Kita oder Spielgruppe besuchen, werde empfohlen, die Kinder in einem der beiden Betreuungsangebote anzumelden – idealerweise kombiniert mit einem Mutter-Kind-Deutschkurs (Muki-Deutsch). Wenn Eltern kein Anrecht auf einen Kitagutschein haben, ermöglicht eine Fachstellenbestätigung den Zugang zu einem Kitaplatz an zwei Tagen pro Woche (Betreuungsgutschein für 40 Prozent).

Auch der Besuch einer Spielgruppe werde bei Familien mit knappen finanziellen Verhältnissen mitunterstützt..

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