Logo newsbern.ch

Regional

Inbetriebnahme der kantonalen Rückkehrzentren - Transfer der abgewiesenen Asylsuchenden

2020-01-22 07:32:00
newsbot by content-proivder.ch GmbH
Quelle: Kanton Bern

Ab diesem Frühjahr werden abgewiesene, ausreisepflichtige Asylsuchende in Rückkehrzentren untergebracht und betreut, wie der Kanton Bern schildert.

Dort erhalten sie weitere Nothilfeleistungen und werden bei der Vorbereitung ihrer Rückreise in ihren Heimatstaat unterstützt.Am 5. Juni 2016 haben die Schweizer Stimmberechtigten dem neuen Asylgesetz zugestimmt. Wer in seinem Heimatland nicht verfolgt ist, könne und muss dorthin zurückkehren.

Wer zurückkehren muss, werde in der Schweiz nicht integriert und darf auch nicht arbeiten. Den Entscheid, ob jemand verfolgt sei und somit in der Schweiz bleiben darf, trifft das Staatssekretariat für Migration (SEM) des Bundes beziehungsweise das Bundesverwaltungsgericht.

Die Kantone müssen die Entscheide des Bundes vollziehen.Im Rahmen der Neustrukturierung des Asyl- und Flüchtlingsbereichs (NA-BE) werde der Kanton Bern Personen mit rechtskräftigem negativem Asylentscheid zukünftig in dafür bestimmten Kollektivstrukturen unterbringen. So sehen es die vom Grossen Rat in der Wintersession 2019 verabschiedete Gesetzgebung und die in der Märzsession 2016 behandelte Asyl- und Flüchtlingsstrategie vor.

Der Kanton Bern passt so seinen Asyl- und Flüchtlingsbereich den eidgenössischen Vorgaben an und nutzt die Chancen des beschleunigten Asylverfahrens. In mehreren Kantonen wurde eine entsprechende Neustrukturierung bereits vollzogen.Die ORS Service AG (ORS) werde den Betrieb der Rückkehrzentren im Kanton Bern sicherstellen.

Die ORS sei auch verantwortlich für die Betreuung der Asylsuchenden im Bundeszentrum im ehemaligen Zieglerspital in Bern. Der Kanton leitet die Transferphase in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Organisationen und Gemeinden.

Zusammen weisen sie den betroffenen rechtskräftig Weggewiesenen einen Platz in einem Rückkehrzentrum zu. Dort erhalten sie Nothilfe (Unterbringung, Nahrung, Hygieneartikel, Kleidung, medizinische Versorgung) und sollen sich auf die Rückkehr in ihren Heimatstaat vorbereiten.

Dafür stehen ihnen individuelle Beratungsangebote im Bereich der Rückkehrhilfe zur Verfügung.Ab Mitte Januar 2020 erhalten sämtliche Personen mit rechtskräftigem Wegweisungsentscheid im Kanton Bern ein erstes Informationsschreiben. Familien mit schulpflichtigen Kindern werden zudem vom kantonalen Migrationsdienst zu einem persönlichen Gespräch eingeladen, um auf ihre besonderen Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen.

Schliesslich erhalten alle rückkehrpflichtigen Personen, die sich nicht zu einer selbstständigen Ausreise entschieden haben, detaillierte Informationen zu ihrem persönlichen Transfer in das Rückkehrzentrum. Unter anderem werde ihnen das Umzugsdatum mitgeteilt.

Weggewiesene Personen haben überdies die Möglichkeit, von einer erhöhten finanziellen Rückkehrhilfe zu profitieren, wenn sie sich bis zum 29. Februar 2020 für eine selbständige Rückreise anmelden, anspruchsberechtigt seien und die Schweiz bis zum vereinbarten Zeitpunkt verlassen..

Suche nach Stichworten:

Bern Inbetriebnahme Rückkehrzentren Transfer abgewiesenen Asylsuchenden