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Steuererklärung im digitalen Wandel: Was sich für das Steuerjahr 2019 ändert

2020-01-23 09:02:00
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Quelle: Kanton Bern

TaxMe-Online statt Papier und Kugelschreiber: Knapp 115’000 steuerpflichtige Personen haben ihre Steuererklärung für das Jahr 2018 erstmals elektronisch eingereicht, wie der Kanton Bern mitteilt.

Auf das Steuerjahr 2019 hin habe die Steuerverwaltung das Angebot weiter ausgebaut, damit das Online-Ausfüllen der Steuererklärung für die Kundinnen und Kunden noch einfacher und praktischer wird. So gibt es neu ein elektronisches Wertschriftenverzeichnis und die Wegleitung sei als eigenständige Website aufgebaut.Bis am 5. Februar 2020 erhalten über 640’000 steuerpflichtige Personen ihre Steuererklärungen für das Jahr 2019. Die Einreichefrist der Steuererklärungen von unselbstständig Erwerbstätigen sei wie immer der 15. März, für selbstständig Erwerbstätige gilt der 15. Mai.

Für das Ausfüllen der Steuererklärung 2019 seien die Neuerungen rund um die Geldspielgewinne zu beachten: Seit dem 1. Januar 2019 seien neben den Gewinnen in schweizerischen Spielbanken auch solche aus «Kleinspielen» steuerfrei, beispielsweise Lotto- oder Tombola-Gewinne beim örtlichen Sportverein. Gewinne aus «Grossspielen» wie Euromillions oder Swiss Lotto sowie Gewinne in schweizerischen Online-Spielbanken seien bis zu einem Betrag von einer Million Franken steuerfrei.

Die Vergütungs-, Verzugs- und Vorauszahlungszinsen für die Steuern bleiben unverändert.Knapp 115’000 steuerpflichtige Personen haben 2019 ihre Steuererklärung 2018 im TaxMe-Online mit BE-Login elektronisch eingereicht. Das Einsenden der Freigabequittung per Post entfällt.

Seit Anfang 2019 können die Belege während des Ausfüllens der Steuererklärung elektronisch hochgeladen und eingereicht werden – auch mit dem Smartphone. Dieser Beleg-Upload wurde auf das Jahr 2020 hin um weitere Belege ergänzt.

Beim Ausfüllen im TaxMe-Online mit BE-Login werde den Kundinnen und Kunden angezeigt, welche Belege sie hochladen können.Ebenfalls seit Anfang dieses Jahres können Kundinnen und Kunden bei ihren teilnehmenden Banken ein elektronisches Wertschriftenverzeichnis (eSteuerauszug) verlangen und direkt in die Steuererklärung hochladen. Die importierten Daten erscheinen automatisch im Wertschriftenverzeichnis.Die Wegleitung für natürliche Personen, selbstständig Erwerbstätige und Landwirte für das Steuerjahr 2019 sei neu als eigenständige Website aufgebaut.

Die Navigation entspreche derjenigen in TaxMe-Online/BE-Login. Beim Online-Ausfüllen der Steuererklärung führen «i»-Symbole direkt zu den passenden und hilfreichen Informationen in der Wegleitung.Ende 2018 habe die Steuerverwaltung erstmals ausländische Kontodaten von der Eidgenössischen Steuerverwaltung aus dem Jahr 2017 erhalten.

Rund 135’000 Finanzkonten wurden steuerpflichtigen Personen mit Wohnsitz im Kanton Bern zugeordnet. Die Steuerverwaltung habe in einem ersten Schritt rund 400 Meldungen mit einem Kontostand von je über einer Million Franken überprüft.

Dabei seien bis jetzt in sieben Fällen nicht deklarierte Vermögenswerte entdeckt worden; Nachsteuer- und Steuerhinterziehungsverfahren wurden eingeleitet.Im Herbst 2019 wurden dem Kanton Bern erneut knapp 150`000 Konten aus dem Jahr 2018 gemeldet. Diese Meldungen sowie die restlichen Meldungen aus dem Jahr 2017 werden im Rahmen des ordentlichen Veranlagungsverfahrens geprüft und beurteilt.Im Jahr 2019 gingen 1`000 straflose Selbstanzeigen ein.

Das seien deutlich weniger, als die 3`460 aus dem Vorjahr oder die 4`550 im 2017. Daraus ergibt sich ein Steuerertrag von 23,2 Millionen Franken für den Kanton Bern und die Gemeinden.Seit dem 1. Januar 2020 habe die Infolinie +41 31 633 60 01 der Steuerverwaltung des Kantons Bern neue Öffnungszeiten. Sie sei entweder vormittags oder nachmittags und zusätzlich neu jeden Mittag für die Kundinnen und Kunden erreichbar: Bild anzeigen Sofortregistrierung.

Foto: Steuerverwaltung Kanton Bern Bild anzeigen Belegupload. Foto: Steuerverwaltung Kanton Bern Bild anzeigen Internetauftritt.

Foto: Steuerverwaltung Kanton Bern Bild anzeigen Claudio Fischer, Steuerverwalter des Kantons Bern. Foto: Manu Friederich Bild anzeigen Claudio Fischer, Steuerverwalter des Kantons Bern.

Foto: Manu Friederich.

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