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Entwicklungsschwerpunkt Wankdorf - Richtplan geht in die kantonale Vorprüfung

2020-01-24 07:32:00
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Quelle: Kanton Bern

Der überarbeitete Richtplan für den Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Wankdorf stiess in der Mitwirkung grösstenteils auf Zustimmung, wie der Kanton Bern meldet.

Aufgrund der angemeldeten Nutzungsbedürfnisse wurde der Bedarf an neuen Flächen um rund 100'000 Quadratmeter Nutzfläche erweitert. Der Entwurf werde nun den kantonalen Behörden zur Vorprüfung vorgelegt.Der Richtplan für den ESP Wankdorf werde überarbeitet.

Er solle Ende 2020 in Kraft gesetzt werden und den bestehenden Richtplan 2010 ersetzen. Der Richtplan sei für die Behörden und weitere Partner ein Koordinations- und Planungsinstrument.

Er stimmt die Nutzungen, die Erschliessung, den Verkehr und weitere Bereiche für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre aufeinander ab. Nach der öffentlichen Mitwirkung im Herbst 2018 werde der Entwurf nun den kantonalen Behörden zur Vorprüfung vorgelegt. In der Mitwirkung wurde der angepasste Richtplanentwurf von den 42 Teilnehmenden grundsätzlich positiv aufgenommen.

Hohe Zustimmung genoss die Stossrichtung, im Umfeld des hervorragend erschlossenen ÖV-Knotens Wankdorf sowohl Arbeitsplätze als auch Wohnungen anzusiedeln. Die meisten Eingaben betrafen neue Nutzungsbedürfnisse.

Der ursprünglich vorgesehene Bedarf an neuen Nutzflächen wurde deshalb von rund 600`000 Quadratmetern um weitere rund 100`000 Quadratmeter erweitert. Dank den vorgesehenen Verkehrsmassnahmen und dem Mobilitätsmanagement werden die geplanten Nutzungen bis ins Jahr 2030 im Perimeter des ESP lediglich rund halb so viel mehr Verkehrs­aufkommen verursachen, als wenn keine Massnahmen ergriffen würden.Nicht in Frage gestellt wurde der Grundsatz, wonach der öffentliche und der motorisierte Individualverkehr möglichst nachhaltig organisiert werden soll.

Zahlreiche Eingaben betrafen die Fuss- und Veloverbindungen. Der Richtplan werde unter anderem bei den Fusswegen auf der Grossen Allmend und bei der Querung des Kasernenareals angepasst.

Eher kontrovers beurteilt haben die Mitwirkenden die Vorgaben für den Höchstanteil des Individualverkehrs. Die angestrebte Reduktion der Anzahl Parkplätze im Bereich Allmenden werde von den meisten Mitwirkenden mitgetragen.Zwecks Aufwertung der städtischen Freiräume solle die Schutzzone auf der Grossen und Kleinen Allmend von der heute bestehenden Parkierungsnutzung befreit werden.

Mit allen Betroffenen und Beteiligten wurde ein Kompromiss bei der Gesamtanzahl an Parkplätzen gefunden. Für einen Teil der wegfallenden Parkplätze sei eine neue unterirdische Parkierung in Fussdistanz der Veranstaltungsorte vorgesehen.Der aktuelle Richtplan sei auf einen Zeithorizont von zehn bis fünfzehn Jahren ausgelegt.

Künftig werde er aufgrund der hohen Entwicklungsdynamik im Wankdorf in einem engeren Rhythmus alle vier Jahre überprüft und bei wesentlich veränderten Verhältnissen und bei Bedarf angepasst. Dabei sei auch die Abstimmung mit dem Agglomerationsprogramm Bern möglich.

Weiterhin einen hohen Stellenwert habe das Monitoring, das die Zielsetzungen des Richtplans mit der tatsächlichen Siedlungsentwicklung und den Auswirkungen auf den Verkehr und die Umwelt überprüft..

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