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Statistiken 2019 von Feuerwehr, Zivilschutz und Quartieramt Stadt Bern und Sanitätspolizei Bern

2020-01-29 08:02:02
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Quelle: Stadt Bern

Die Berufsfeuerwehr intervenierte im vergangenen Jahr insgesamt 2‘288 Mal, was einem theoretischen Durchschnitt von rund 6,3 Einsätzen pro Tag entspricht, wie die Stadt Bern mitteilt.

Bei 73 Ereignissen mussten zur Verstärkung der Einsatzmannschaften Teile der dienstfreien Wache und/oder der Nachtwache und des Brandcorps alarmmässig aufgeboten werden. Zu den herausragenden Ereignissen zählte der Swiss-E-Prix.

Die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren der Region Bern und die Zusammenlegung zweier Kompanien im Brandcorps bildeten die zentralen Projekte.Die Berufsfeuerwehr rückte im vergangenen Jahr zu insgesamt 2‘288 Interventionen aus. Dies seien 312 Einsätze oder 13 % weniger als im Vorjahr (2‘600).

Die Zahl der Einsätze liegt damit im 10-Jahresdurchschnitt (2‘262). Die Steuerungsvorgaben der Stadt Bern sehen vor, dass die Berufsfeuerwehr gleichzeitig ein mittleres und ein kleines Ereignis bewältigen kann.

Grössere, länger andauernde und/oder mehrere gleichzeitige Ereignisse führen dazu, dass zu deren Bewältigung zusätzlich Angehörige der freiwilligen Feuerwehr aufgeboten werden. Diese Zusammenarbeit hilft mit, die Hilfestellung zugunsten der Berner Bevölkerung sicherzustellen.

So erforderte auch im vergangenen Jahr die Bewältigung von 73 Ereignissen die Alarmierung zusätzlicher Feuerwehrleute (2018: 76): Es mussten 47 Mal (2018: 68) dienstfreie Berufsfeuerwehrangehörige, 33 Mal (2018: 45) Angehörige der Nachtwache und 37 Mal (2018: 66) Angehörige des Brandcorps aufgeboten werden.  BrändeDer Dachstockbrand am Eigerplatz sowie – auf Kantonsgebiet – je ein Bauernhausbrand in Kirchberg und Alchenstorf, der Bernapark in Stettlen, der Dachstockbrand in Ostermundigen und der Brand in einem Mehrfamilienhaus in Grosshöchstetten zählten zu den herausragenden Brandereignissen im Berichtsjahr.Von den insgesamt 249 (271) Brandfällen betrafen 202 (216) das Gemeindegebiet Bern.

Bei 47 (55) weiteren Bränden auf dem Kantonsgebiet kam die Berufsfeuerwehr zur Verstärkung der jeweiligen Ortsfeuerwehr zum Einsatz. In 637 (624) Fällen rückte die Berufsfeuerwehr aufgrund automatischer Alarmmeldungen aus. Davon erwiesen sich 62 (63) als Echtalarme, die eine Intervention durch die Einsatzkräfte erforderten.HilfeleistungenGegenüber dem Vorjahr (1‘585) deutlich abgenommen haben die 1‘288 Hilfeleistungen (Personen- und Tierrettungen, Schnee-, Wasser-, Sturm- und Blitzschäden, technische Hilfeleistungen, Insekten etc.).

Davon entfielen 1‘060 (1‘362) Einsätze auf das Gemeindegebiet, 228 (223) Hilfestellungen fanden ausserhalb der Gemeindegrenze statt. Rückläufig waren die Einsätze bei Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen, was den Rückgang der Hilfeleistungen auch wieder relativiert: 256 (535) Schwärme konnten eingefangen, umgesiedelt oder mussten vernichtet werden.

71 (136) Bienenschwärme konnten eingefangen und der Schwarmsammelstelle abgegeben werden.Die Zahl der Interventionen bei schweren Verkehrsunfällen mit Verletzten und toten Personen war gegenüber dem Vorjahr rückläufig (23 gegenüber 37). 123 Einsätze betrafen Personen- und Tierrettungen respektive -befreiungen (94).

Solche Einsätze werden immer wieder von Spezialisten der Berufsfeuerwehr geleistet; sei es als Rettungsspezialist Helikopter, als Höhen- und Tiefenretter oder bei Grosstierrettungen mit speziellem Gerät.Zusammenarbeit bewährt sichDamit die feuerwehrtechnischen Aufgaben sichergestellt waren, erforderte dies im Vorfeld des Swiss-E-Prix umfangreiche Einsatzkonzepte von Berufs- und Milizfeuerwehr, aber auch der unterstützenden weiteren Ortsfeuerwehren. Die gemeinsame Lösung mit gemischten Einsatzelementen von Berufsfeuerwehr und Milizfeuerwehren habe sich bei diesem Grosseinsatz bestens bewährt.Der Pilotversuch mit der Feuerwehr Ostermundigen vor dem Hintergrund von kürzeren Anfahrtszeiten und der besseren Tagesverfügbarkeit verlief erfolgreich: Von der Lösung mit dem Standort Ostermundigen haben nicht nur der Osten Berns, auch die Gemeinden Bolligen, Allmendingen, Muri, Gümligen (AMG) und Ostermundigen profitiert.

Am Standort Ostermundigen werde auch 2020 festgehalten.Ungebrochenes Interesse am FeuerwehrstützpunktDie Abteilung Feuerwehr, Zivilschutz und Quartieramt habe vor fünf Jahren den neuen Stützpunkt an der Murtenstrasse 98 im Westen Berns bezogen. Das Interesse der Öffentlichkeit am neuen Standort sei ungebrochen – 2019 konnten 121 Betriebsbesichtigungen mit etwa 2‘300 Gästen durchgeführt werden (2018: 145 / 2‘700).Die 670 Angehörigen der Zivilschutzorganisation Bern plus leisteten über 2‘000 Diensttage.

Die Arbeiten des Quartieramts der Stadt Bern konzentrierten sich auf die Zivilschutzanlage an der Mingerstrasse und das Ausbildungsgelände im Riedbach.In drei gross angelegten Verbundsübungen haben die Fachbereiche Unterstützung, Führungsunterstützung sowie Logistik-Elemente Abläufe und Zusammenarbeit geprüft. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fliessen in die WK-Planung 2020 ein.

Die ZSO Bern plus stand ab Mitte Juni anlässlich des Swiss-E-Prix mit Personal des Fachbereichs Unterstützung für Auf- und Abbauarbeiten im Einsatz. Auch beim Radquer Weltcup in Bern standen Angehörige des Zivilschutzes im Einsatz.Quartieramt – ZSA Mingerstrasse und Ausbildungsgelände RiedbachDie sechs hauptamtlich Angestellten des Quartieramts der Stadt Bern betreuen 55 Bauten.

2019 ermöglichten sie 1‘832 zivile und 10‘400 militärische Einquartierungen. Im Zentrum stand dabei die Zivilschutzanlage Mingerstrasse, die Stützpunkt der Zivilschutzorganisation Bern plus ist, deren Teile aber bei Ausstellungen auch immer wieder von der BERNEXPO belegt werden oder an den Schlittschuhclub Bern vermietet sind.Das Ausbildungsgelände Gäbelbach und die Schiessanlage Riedbach bilden das zweite Standbein des Quarteramts: 120 Schiessanlässe konnten 2019 durchgeführt werden (2018: 128).

Das Obligatorische besuchten 933 Teilnehmer/innen (2018: 912), am Feldschiessen waren es 481 (2018: 461). Das Ausbildungsgelände Gäbelbach bietet den Blaulicht- und Zivilschutzorganisationen wie auch der Armee vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten – so trainiert dort die Kantonspolizei Bern ihre Diensthunde, Feuerwehren nutzen den Übungsplatz für Ausbildungen am Feuer und Dritte besuchen die Handfeuerlöscher Kurse.

Das Quartieramt stellt den Unterhalt des Ausbildungsgeländes und das Bereitstellen der Infrastruktur sicher. Die Einsätze der Sanitätspolizei Bern seien im letzten Jahr stabil geblieben. Insgesamt rückten die Mitarbeitenden 22‘388 Mal aus.

Erfreulich sei der Rückgang der Einsätze wegen Verkehrs-, Sport- und übrigen Unfällen. Leicht zurück ging auch die Anzahl der Krankentransporte.Im letzten Jahr rückten die Notfallequipen der Sanitätspolizei Bern total 22‘388 Mal aus.

Dabei leisteten sie 16‘379 sogenannte Primärtransporte, was gegenüber dem Vorjahr 113 zusätzlichen Transporten entspricht. Bei den Primärtransporten handelt es sich um Transporte zur Erstversorgung von Patient/innen am Einsatzort und gegebenenfalls Transport zur weiter Behandlung in ein Spital.

Die Sekundärtransporte – also Verlegungstransporte von Patient/innen nach der Erstbehandlung von Spital zu Spital, weil eine weitere Versorgung in einem anderen Spital notwendig sei – gingen um 44 auf 3‘122 Einsätze zurück. Auch die Dienstleistungen der Sanitätspolizei ausserhalb der Primär- und Sekundärtransporte – etwa für Sicherungsdienste, Wasserrettung, sanitätsdienstliche Hilfeleistungen, Dienst- und Pikettfahrten oder Notarztzubringer – gingen etwas zurück.Im Durchschnitt 61 Einsätze pro TagDie Notfallequipen der Sanitätspolizei waren bei Einsätzen, in welchen für Patient/innen eine akute Lebensgefahr bestand, im gesamten Einsatzgebiet in 94 % der Fälle innerhalb von 15 Minuten vor Ort.

Damit werden die kantonalen Vorgaben übertroffen, die einen Einsatz vor Ort innert 30 Minuten in 80 % der Fälle verlangen. Das Einsatzgebiet der Sanitätspolizei umfasst neben der Stadt Bern 37 Gemeinden in der Region Bern.

Die 160 Mitarbeitenden, darunter 20 Auszubildende, rückten im letzten Jahr pro Tag im Durchschnitt 61 Mal aus. Zudem legten die Einsatzfahrzeuge insgesamt 585‘145 Kilometer zurück..

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