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Jahresmedienkonferenz - Zusammenarbeit fördern, Prozesse vereinfachen, digitalisieren

2020-01-31 10:02:00
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Quelle: Kanton Bern

Die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) will die Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung, mit den Institutionen sowie unter den Partnern fördern sowie die Prozesse vereinfachen, wie der Kanton Bern schreibt.

Die Digitalisierung solle weiter vorangetrieben werden, um die integrierte Leistungserbringung zu unterstützen. Dies führt zu Effizienzsteigerungen und dadurch zu besseren Leistungen für die betroffenen Menschen.

Angesichts der Herausforderungen im Gesundheits- und Sozialwesen können nur so die Versorgung, die Leistungen, die Integration und Inklusion in Zukunft gesichert werden.Regierungsrat Pierre Alain Schnegg betonte an der Jahresmedienkonferenz der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI), dass die Zusammenarbeit aller Partner im Gesundheits- und Sozialwesen äusserst wichtig sei, um die Kosten eindämmen zu können. Um sich auf die künftigen Zusammenarbeitsmodelle und Partnerschaften vorzubereiten, habe die GSI in den vergangenen Jahren selbstkritisch verschiedene Analysen und Erhebungen durchgeführt.

Dies mit dem Ziel, Verbesserungspotential in den Strukturen und Prozessen zu erkennen und das Aufgabenportfolio zu durchleuchten. «Wir seien das Wagnis eingegangen, auf Liebgewonnenes zu verzichten, wenn der Nutzen den Aufwand nicht mehr rechtfertigte», sagte der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektor.

Im Hinblick auf die rasanten technologischen Entwicklungen evaluiert die GSI zudem laufend die technologischen Möglichkeiten und lanciert Digitalisierungsprojekte.Die Kosten im Bereich Gesundheit und Soziales werden in den kommenden Jahren weiterwachsen. Zwischen 2014 und den budgetierten Kosten für das Jahr 2023 sei ein Anstieg um rund 450 Millionen Franken zu verzeichnen (16 Prozent).

Der GSI-Direktor betonte, dass alle Beteiligten die notwendigen Anstrengungen unternehmen müssen, um durch Kooperationen, Synergienutzung und Skaleneffekte die Kosten zu senken. «Wir wollen weiterhin hochstehende und qualitativ einwandfreie Angebote bereitstellen können», sagte Regierungsrat Pierre Alain Schnegg.

Die Gesundheitsstrategie 2020 – 2030 des Kantons zeigt bereits viele Wege auf, wie diese Zusammenarbeit gestaltet werden kann. Als richtungsweisend gelten die Massnahmen für die medizinische Gesundheitsversorgung im Simmental-Saanenland mit einem Gesundheits-Campus, die Zusammenarbeit der STS AG mit der Medbase für die Sicherung der Hausarztversorgung in derselben Region oder das Public-Private-Partnership zwischen der Hôpital du Jura bernois AG und der Swiss Medical Network AG.Als wichtiges Element zur integrierten, patientennahen Versorgung sieht die GSI das Elektronische Patientendossier (EPD).

Bis zum 15. April 2020 müssen sich alle Spitäler einer Stammgemeinschaft angeschlossen haben. Der Kanton Bern habe dank seiner Anschubfinanzierung an die Axsana AG eine solide Betriebsgesellschaft aufgebaut, die bereits rund die Hälfte der Schweizer Bevölkerung vertritt.

Das EPD sei deshalb so wichtig, weil es aus heutiger Sicht der einzige Weg ist, die Patientinnen und Patienten möglichst integral versorgen zu können.Synergien in der Datenaufbereitung und in der Datenanalyse werden zu einem zentralen Faktor. Durch die Vernetzung von Informationen werden Doppel- und Mehrspurigkeiten vermieden und die Abläufe vereinfacht.

Das Amt für Integration und Soziales (AIS) arbeitet beispielsweise zusammen mit dem Verband Bernischer Gemeinden (VBG) und der Berner Konferenz für Sozialhilfe, Kindes- und Erwachsenenschutz (BKSE) an der Definition von Grundlagen für ein gemeinsames Fallführungssystem für alle Sozialdienste im Kanton.Die Digitalisierungsvorhaben der GSI gehen weit über die Direktion hinaus und binden auch verschiedene Leistungserbringer ein. Spitäler, Heime, Menschen mit Beeinträchtigungen, Rettungsdienste und Apotheken werden ebenfalls neue, digitalisierte Arbeitsinstrumente für eine verbesserte Zusammenarbeit erhalten.Die GSI habe im Jahr 2019 zwei Ausschreibungsverfahren im Asyl- und Flüchtlingsbereich durchgeführt.

Vier regionale Partner werden die operative Gesamtverantwortung im Projekt NA-BE wahrnehmen, eine erfahrene Organisation werde für die Betreuung und Integration der unbegleiteten Minderjährigen zuständig sein. Die neuen Partner werden eng zusammenarbeiten.

Wichtig für den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt seien ausreichende Sprachkenntnisse sowie die aktive Beteiligung der Wirtschaft und der Gewerkschaften. Das AIS werde eine Fachstelle für Arbeitsintegration realisieren und eine Sprachoffensive starten..

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