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Wirtschaft

Gewerkschaften wehren sich gegen arbeitnehmerfeindliche Kündigungsinitiative

2020-02-24 11:40:09
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Quelle: Gewerkschaft Unia

Die Kündigungsinitiative der SVP will die Personenfreizügigkeit mit der EU und den Lohnschutz abschaffen, wie die Gewerkschaft Unia mitteilt.

Sie sei ein Angriff auf die Rechte der Arbeitnehmenden. Die Gewerkschaften haben heute ihre Argumente für ein NEIN am 17. Mai vorgestellt.Unia-Präsidentin Vania Alleva sprach an der Medienkonferenz der Gewerkschaften in Bern von einem «beispiellosen Angriff auf alle Beschäftigten in der Schweiz».

Denn die Initiative würde nicht nur die Personenfreizügigkeit für Arbeitnehmende beenden. Auch die Flankierenden Massnahmen (FlaM) zum Schutz der Löhne seien im Visier der SVP.Grundsatz der FlaM ist, dass für einheimische und entsandte Arbeitnehmende die gleichen Mindestlöhne und Arbeitsbedingungen gelten.

Sie sehen auch vor, dass bei Missbräuchen Gesamtarbeitsverträge (GAV) einfacher allgemeinverbindlich erklärt werden können. Und sogar in Branchen ohne GAV können dank den FlaM Mindeststandards gesetzt und kontrolliert werden.«Was die SVP abschaffen will, sei in Tat und Wahrheit das Recht auf faire Arbeitsbedingungen für die Arbeitnehmenden», so Alleva.

Bei einer Annahme der Initiative könnten allgemeinverbindliche GAV und Mindestlöhne nicht mehr wie bis anhin kontrolliert und durchgesetzt werden. Dies würde Löhne und Arbeitsbedingungen massiv verschlechtern und systematisches Lohndumping ermöglichen.

All dies bedeutet mehr Lohndruck, unsichere Arbeitsplätze und weniger Rechte, sowohl für einheimische als auch für zugewanderte Arbeitnehmende.Die Unia werde sich im Rahmen der Gewerkschaftskampagne und mit eigenen Aktivitäten gegen die arbeitnehmerfeindliche Kündigungsinitiative engagieren. Personenfreizügigkeit und FlaM seien zentrale Arbeitnehmerrechte, die wir uns nicht nehmen lassen!Der Kongress 2020 von «Reclaim Democracy» sei für alle, die sich einbringen und die Demokratie stärken wollen.

Die Unia unterstützt den Anlass als….

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