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Jahresbericht 2019 des Kantonalen Laboratoriums Bern - Kantonales Laboratorium analysierte über 10 000 Lebensmittel- und Trinkwasserproben

2020-02-28 08:02:00
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Quelle: Kanton Bern

Die Mitarbeitenden des Kantonalen Laboratoriums inspizierten im vergangenen Jahr 6400 Lebensmittelbetriebe und nahmen über 10 000 Lebensmittel- und Trinkwasserproben unter die Lupe, wie der Kanton Bern schreibt.

In 4300 Betrieben registrierten sie meist geringfügige Mängel. Seit 2019 steht der neue Höchstwert für Chlorothalonil-Abbauprodukte im Trinkwasser im Fokus der Öffentlichkeit.Konsumentinnen und Konsumenten sollen vor Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen geschützt werden, die ihre Gesundheit gefährden können.

Aus diesem Grund nehmen rund 30 Kontrollpersonen täglich unangekündigte Kontrollen in Lebensmittelbetrieben wie Restaurants, Käsereien, Metzgereien oder Landwirtschaftsbetrieben und Trinkwasserversorgungen vor. Bei den 6400 inspizierten Betrieben haben sie in 4300 Betrieben (67 Prozent) meist geringfügige Mängel beanstandet.

Bei Beanstandungen werde die Behebung der Mängel angeordnet, bei gravierenden Mängeln erfolgt zudem eine Strafanzeige. Die Kontrolleurinnen und Kontrolleure richten ihr Augenmerk nicht nur auf den hygienischen Umgang mit Lebensmitteln, sondern auch auf die Deklaration der Ware und den Zustand der Räumlichkeiten.Als Ergänzung zu den Inspektionen erheben die Lebensmittelkontrolleurinnen und -kontrolleure Proben von Lebensmitteln und Trinkwasser.

Diese Proben werden im Kantonalen Laboratorium chemisch und mikrobiologisch analysiert. 2019 wurden über 10 000 Proben unter die Lupe genommen, davon mussten 1200 beanstandet werden.

Besonders häufig betroffen seien vorgekochte Lebensmittel aus Verpflegungsbetrieben, die eine zu hohe Anzahl Keime enthalten. In solchen Fällen verfügt das Kantonale Laboratorium Massnahmen wie zum Beispiel ein Vorkoch-Verbot für bestimmte Lebensmittel oder maximale Verbrauchsfristen für vorverpackte Waren.Das Bundesamt für Landwirtschaft habe Mitte Dezember 2019 Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Chlorothalonil per 1. Januar 2020 verboten, nachdem das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen Chlorothalonil als «wahrscheinlich krebserregend» bewertet hatte.

Der Regierungsrat des Kantons Bern hatte bereits Anfang Dezember 2019 vom Bundesrat ein Chlorothalonil-Verbot gefordert. Amtliche Messungen im Jahr 2019 haben ergeben, dass die Höchstwerte von Chlorothalonil-Abbauprodukten, sogenannten Metaboliten, im Trinkwasser zum Teil überschritten wurden.

Im Sinne des Vorsorgeprinzips dürfen die rele­vanten Metaboliten in Trinkwasser in einer Konzentration von höchstens 0.1 Mi­krogramm pro Liter vorhanden sein. Der Genuss von Trinkwasser im Kanton Bern sei jedoch weiterhin unbedenklich; es besteht keine erhöhte Gefahr für die Gesundheit.

Um festzustellen, ob die Chlorothalonil-Rückstände im Trinkwasser nach dem Verbot abnehmen, müssen die Wasserversorgungen Trinkwasserproben erheben. Das Kantonale Laboratorium unterstützt und berät sie dabei.In der Schweiz wurden zwischen 1930 und 1980 viele Baumaterialien und Gegenstände verwendet, die Asbestfasern enthalten.

Später wurde bekannt, dass diese in der Lunge schwere Erkrankungen auslösen können, hauptsächlich bei beruflich exponierten Personen. Seit 1990 sei deshalb die Verwendung von Asbest generell verboten.

Trotzdem kommen Arbeitnehmende noch heute mit Materialien in Kontakt, in denen Asbest unterschiedlich stark gebunden ist, vor allem bei Abbruch- und Umbauarbeiten. Bauherrschaft und ausführende Firmen seien deswegen gesetzlich verpflichtet, vor Baubeginn Abklärungen über das Vorhandensein von Asbest in den Baumaterialien durchzuführen.

Im Berichtsjahr habe das Kantonale Laboratorium 2784 Baumaterialproben auf Asbest überprüft, wovon 895 (32 Prozent) Asbest enthielten. Das Kantonale Laboratorium werde im Jahr 2020 eine Weiterbildungsveranstaltung für Baufachleute durchführen..

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