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Häusliche Gewalt: Städtische Fachstelle stellt Beratung sicher

2020-03-25 11:32:01
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Quelle: Stadt Bern

Die vom Bund verordneten Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus führen zu neuen Herausforderungen in unserem Alltag, wie die Stadt Bern meldet.

Es könne unter anderem zu einer Zunahme von Fällen häuslicher Gewalt kommen. Bisher verzeichnet die Fachstelle Häusliche Gewalt Anfragen im Normalbereich.

Das Beratungsangebot werde durch die Fachstelle auch in der aktuell ausserordentlichen Lage weiterhin sichergestellt und könne auch eine erhöhte Nachfrage abdecken.Aufgrund der Coronavirus-Pandemie seien die Bernerinnen und Berner wie die Schweizer Gesamtbevölkerung und die Menschen in den umliegenden Ländern von der Regierung dazu angehalten, möglichst zu Hause zu bleiben. Zu Hause zu arbeiten und auf beschränkten Platzverhältnissen sowohl das berufliche wie auch private Leben zu organisieren stellt nicht nur organisatorisch, sondern auch psychisch und sozial eine neue Herausforderung dar.Die deutlich eingeschränkten sozialen Kontakte und engeren Raumverhältnisse über mehrere Wochen können sich gewaltverstärkend auswirken.

Die gestützt auf die Verordnung des Bundesrats empfohlenen Massnahmen – obwohl unbestritten notwendig, um die Pandemie einzudämmen – können dazu führen, dass das Konfliktpotenzial zwischen Paaren und in Familien steigt, insbesondere wenn die Ausweichmöglichkeiten, wie zurzeit, begrenzt sind.In der aktuell herrschenden ausserordentlichen Lage kommen verschiedene Risikofaktoren stärker zum Tragen, die zu einer Zunahme von häuslicher Gewalt führen können. Dazu gehören wirtschaftliche Unsicherheit, knappe Finanzen, enge Platzverhältnisse oder auch die ganztägige Betreuung der Kinder zu Hause aufgrund der geschlossenen Schulen.

Die Fachstelle Häusliche Gewalt könne in dieser Situation mit Strategien und Präventionsmöglichkeiten zur Seite stehen und beraten. Klare Vereinbarungen und Rückzugsmöglichkeiten helfen in diesem veränderten Alltag.Die Fachstelle Häusliche Gewalt der Stadt Bern habe sich entsprechend organisiert, so dass sie trotz der veränderten Gegebenheiten ihre Dienstleistungen auch im Falle einer Zunahme von Fällen bereitstellen könne und Betroffene professionell begleitet werden können.

Die Fachstelle arbeitet zudem wie gewohnt eng mit ihren Partnerstellen auf städtischer und kantonaler Ebene zusammen, um ein möglichst engmaschiges soziales Netz zu spannen, und Betroffene bestmöglich zu beraten und zu schützen.Die Fachstelle Häusliche Gewalt des Amts für Erwachsenen- und Kindesschutz der Stadt Bern bietet seit 2004 kostenlose Beratung für von häuslicher Gewalt Betroffene, Angehörige und Mitbetroffene. Sie berät zu rechtlichen Fragen, Schutz, Notunterkunft, zeigt Handlungsmöglichkeiten auf und vermittelt bei Bedarf an andere Stellen weiter.

Sie begleitet Betroffene zur Polizei, zu Anwälten/Anwältinnen oder Gerichten. Für Fachpersonen sei die Fachstelle Anlaufstelle für Fragen, Weiterbildungen oder Referate.

Weitere Informationen: https://www.bern.ch/fhgAuch das Dienstleistungsangebot der Fachstelle Stalking-Beratung des Amts für Erwachsenen- und Kindesschutz besteht weiterhin. Melden Sie sich bei Bedarf unter 031 321 68 97 oder per E-Mail: stalking@bern.ch.

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