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Coronavirus - Massnahmen für die Spitäler und die Wirtschaft

2020-03-26 15:32:00
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Quelle: Kanton Bern

Der Regierungsrat hat eine Verordnung verabschiedet, mit welcher der Kanton die Spitäler für ihre durch die Coronavirus-Krise entstandenen Ertragsausfälle kompensieren kann, wie der Kanton Bern ausführt.

Zudem habe er weitere Unterstützungsmassnahmen für die Spitäler und die Berner Wirtschaft bewilligt. Neu stehen zusätzliche 35 Millionen Franken für die kantonale Standortförderung zur Verfügung.

Schliesslich sollen die Berner Schulen ihre Betreuungsangebote auch während der Frühlingsferien weiterführen, um so insbesondere die im Gesundheitsbereich tätigen Eltern zu entlasten. Im Zuge der Vorbereitungsarbeiten zur Bekämpfung der Coronakrise dürfen die Spitäler derzeit verschiedene Eingriffe und Behandlungen nicht mehr durchführen.

Deshalb erleiden sie Ertragsausfälle, die der Regierungsrat ausgleichen will. Zudem werde der Kanton auch die Zusatzkosten vergüten, die den Spitälern oder den ambulanten Gesundheitsdienstleistern durch COVID-19-Behandlungen entstehen und die allenfalls nicht durch die Tarife gedeckt sind.Der Regierungsrat habe eine Verordnung genehmigt, welche die rechtliche Basis für diese Ausgleichszahlungen schafft.

Die finanziellen Auswirkungen der Unterstützung für die Spitäler können derzeit nicht beziffert werden. Die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung in den Spitälern habe für den Regierungsrat jedoch absolute Priorität.Wegen der Auswirkungen des Coronavirus seien die Berner Spitäler und insbesondere ihr Personal stark gefordert.

Sie erbringen derzeit ausserordentliche Leistungen für die Gesellschaft bei der Bewältigung der Coronavirus-Krise. Der Regierungsrat dankt ihnen dafür ausdrücklich (Verordnung Link öffnet in einem neuen Fenster.).Weiter habe der Regierungsrat heute die Artikel 9 bis 11 der Verordnung Link öffnet in einem neuen Fenster.

über Sofortmassnahmen zur Bewältigung der Coronavirus-Krise in Kraft gesetzt. Damit habe die Notverordnung volle Gültigkeit. Für den Kanton Bern bedeuten die gesprochenen Massnahmen und umfassenden Finanzhilfen des Bundes, dass er vorerst keinen eigenen Garantie- oder Härtefallfonds für die Berner Wirtschaft vorsieht.

Mit einem Kredit von 35 Millionen Franken setzt der Regierungsrat jedoch subsidiäre, unterstützende Massnahmen um. Eine erste Tranche von 15 Millionen Franken für Sofortmassnahmen der kantonalen Standortförderung und für die Kompensation von Ausfällen bei der Beherbergungsabgabe habe er bereits freigegeben.

Der Regierungsrat werde mittels speziellem Reporting über die Verwendung der zusätzlichen Mittel informiert.Der Regierungsrat dankt dem Bundesrat für die gestern Mittwoch beschlossenen Massnahmen, welche viel dazu beitragen werden, die besonders von der Corona-Krise betroffenen Wirtschaftszweige zu unterstützen. Die Massnahmen des Bundes sichern die sofort benötigte Liquidität der Unternehmen.

«Dennoch besteht das Risiko, dass insbesondere KMU und/oder Unternehmen mit sehr wenigen Mitarbeitenden im Zulieferbereich strategisch wichtige Projekte vorübergehend nicht aufrechterhalten können», befürchtet Regierungspräsident Christoph Ammann, Wirtschaftsdirektor des Kantons. Sofort-Beiträge der Wirtschaftsförderung sollten gezielt diese Unternehmen motivieren, ihre Innovationstätigkeiten weiterzuführen und bestehende Forschungs- und Entwicklungsprojekte nicht zu sistieren.

Mit der Notverordnung erhalte die Wirtschaftsförderung die Möglichkeit, ihre Einzelbetriebsförderung auszubauen und neu auch gezielt auf diese bereits bestehenden Projekte auszuweiten.Die Beiträge der kantonalen Standortförderung sichern die Löhne einzelner Schlüsselpersonen für mehrere Monate und müssen im Gegensatz zu Unterstützungsmassnahmen des Bundes nicht zurückbezahlt werden. Technologieorientierte Unternehmen bis 500 Mitarbeitende sowie kleine Unternehmen bis 10 Mitarbeitende können ein Gesuch um Unterstützung für Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte stellen.

Das Merkblatt mit den konkreten Bedingungen und Auflagen sowie das Antragsformular seien auf der Webseite der Standortförderung aufgeschaltet (www.berninvest.be.ch Link öffnet in einem neuen Fenster.).Weil Touristen im Kanton Bern ausbleiben, fliesst derzeit fast kein Geld aus der Beherbergungsabgabe an die Destinationen beziehungsweise an die kantonale Tourismusorganisation BE!Tourismus. Dadurch seien diese in ihrer Existenz teils gefährdet oder stehen bei einer Wiederaufnahme der Marketingaktivitäten in einigen Monaten nicht mehr gleichwertig zur Verfügung.

Der Regierungsrat habe entschieden, dass diese für das Jahr 2020 zu erwartenden Ausfälle zu grossen Teilen kompensiert werden können. Die Wirtschaftsförderung erhält für die Umsetzung entsprechende Mittel.Der Regierungsrat Link öffnet in einem neuen Fenster.

hat seinen Grundsatzentscheid von letzter Woche, wonach Mitteln aus dem Lotteriefonds zum Bekämpfen der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise verwendet werden, präzisiert. So werde der Bereich Kultur ausserordentlich mit Lotteriefondsmitteln in der Höhe von 15 Millionen Franken unterstützt, namentlich durch eine zusätzliche Speisung des kantonalen Kulturförderungsfonds.

Für weitere gemeinnützige, situationsbedingte Massnahmen stellt der Lotteriefonds 10 Millionen Franken zur Verfügung.Die Beiträge erfolgen subsidiär. Das heisst, auch bei in finanzieller Bedrängnis geratenen Institutionen der Kultur und des Sports sei – soweit verfügbar – zuerst auf die allgemeinen staatlichen (Sonder-) Massnahmen wie allfällige Kreditausfallgarantien, Steuererlasse, Stundungen, Kurzarbeits- und Arbeitslosenentschädigung sowie Sozialhilfe für persönliche Notlagen und ähnliches zurückzugreifen. Stand heute seien im Kanton Bern 660 Personen an Corona erkrankt und 7 Personen gestorben.

68 Personen werden derzeit aufgrund ihrer Corona-Erkrankung in Spitälern gepflegt, davon 11 auf der Intensivstation, wovon 9 Personen auf die maschinelle Beatmung angewiesen sind. Die Spitäler im Kanton haben ihre Bettenkapazität für Corona-Patienten innert kurzer Zeit deutlich erhöht.

Von den insgesamt gut 3’000 Spitalbetten in den Akutspitälern seien inzwischen mehr als 340 Betten für schwere Corona-Behandlungen bereitgestellt, davon 148 Betten auf den Intensivpflegestationen (IPS) mit Beatmungsausrüstung, 195 Betten mit Überwachung. Die Spitäler seien laufend daran, weitere Kapazitäten einzurichten.

Für die weniger schweren Fälle haben die Spitäler nebst den normal verfügbaren Betten zusätzlich weitere 700 Plätze vorbereitet. Der Kanton sei daran 200 bis 300 Pflegebetten ausserhalb der Spitäler vorzubereiten, wie zum Beispiel auf Waffenplätzen.Die Situation in Spitex-Organisationen und bei Alters- und Pflegeheimen sei angespannt.

Der Kanton sei im Gespräch mit den Verbänden und Gesundheitsfachpersonen um zu klären, wie die Pflege längerfristig sichergestellt werden kann. Sowohl im Spital- als auch im Pflegebereich sei das Schutzmaterial knapp.

Eine zentrale Steuerung über eine Webplattform sowie verstärkte Bemühungen zur Beschaffung sollen ab der kommenden Woche sicherstellen, dass das Schutzmaterial überall verfügbar bleibt.Das Rote Kreuz, Pro Senectute, aber auch viele kleinere Organisationen sowie viele Gemeinden bieten psychosoziale Unterstützung für Menschen an, die alleinstehend seien und die zu Hause bleiben sollen. Dies geschieht über Telefonketten, Beratung übers Telefon oder Unterstützung beim täglichen Einkauf.

«Diese Angebote seien bedeutend, weil sie die wachsende Isolation und Einsamkeit der älteren Menschen sowie von Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen abfedern und sie über die schwere Zeit begleiten können», betonte Regierungsrat Pierre Alain Schnegg, Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektor des Kantons Bern. In dieser Notsituation seien die Schwächeren auf die Mithilfe Dritter sowie auf die enge Zusammenarbeit und die gegenseitige Unterstützung aller Akteure im Gesundheits- und Pflegebereich angewiesen.Um das Coronavirus einzudämmen, müssen Verdachtsfälle möglichst früh identifiziert werden.

Zu diesem Zweck haben junge Forscherinnen und Forscher – im Austausch mit der Taskforce Covid-19 der ETH Zürich und der Gesundheitsdirektion des Kantons Bern – eine Daten-Plattform kreiert. Sie solle es ermöglichen, Informationen über Covid-19 direkt aus der Bevölkerung zusammenzutragen.

In kürzester Zeit solle so eine regionale Karte der potenziellen Gefahrenherde entstehen (www.covidtracker.ch Link öffnet in einem neuen Fenster.).In den nächsten Tagen beginnen für die Schülerinnen und Schüler im Kanton Bern die Frühlingsferien. Nach Rücksprache mit dem Kantonalen Führungsorgan und in Absprache mit den Sozialpartnern ruft die Bildungs- und Kulturdirektion die Schulleitungen und Lehrpersonen im Kanton Bern auf, ihre Betreuungsangebote für die Kinder auch während der Ferienzeit weiterzuführen.

Normalerweise wäre die Betreuung der Kinder während dieser Zeit eigentlich weitgehend sichergestellt. Zunehmend werden jedoch Ferienstopps ausgesprochen.

Im Gesundheits- und Pflegebereich, bei der Polizei oder in Branchen der Grundversorgung müssen Mütter und Väter auf Anordnung ihre Ferien absagen und stehen unter grossem Druck. Fehlen die Betreuungsangebote der Schulen, kommt es in vielen Gemeinden zu Engpässen bei der Betreuung.Die Coronavirus-Krise habe enorme Auswirkungen auf die Schulen, die Berufsausbildungen und die Schulabschlüsse.

«Es darf nicht sein, dass für die Schülerinnen und Schüler und die Lernenden ein unverschuldeter Nachteil entsteht und ihr nächster Schritt in der Berufslaufbahn verhindert wird», betonte Regierungsrätin Christine Häsler, Bildungsdirektorin, am Point de presse im Rathaus. Deshalb werde sie sich auch auf nationaler Ebene dafür einsetzen, dass die Berufslernenden ihre Lehre mit einem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis oder einem Berufsattest abschliessen können.

Bund, Kantone und die Wirtschaft müssen gemeinsam an einem angepassten Verfahren arbeiten, das der ausserordentlichen Lage gerecht wird, auch für die Berufs-, Fachmatur und die gymnasiale Matur.Damit der Kanton Bern die Auswirkungen des Coronavirus optimal bewältigen kann, will der Regierungsrat das Personal gezielt und flexibel einsetzen: Besonders belastete Ämter oder Abteilungen können Verstärkung aus anderen Bereichen der Kantonsverwaltung anfordern. Zu diesem Zweck werde eine Jobbörse eingerichtet.

Auf dieser Plattform können Organisationseinheiten ab dem 1. April einfach, schnell und unkompliziert mit Hilfe eines standardisierten Formulars Stelleninserate aufgeben. Mitarbeitende, die aufgrund der besonderen Lage nicht mehr ausgelastet sind, sollen auf diese Stellen vermittelt werden.

Sie können dort ihr Wissen und ihre Fähigkeiten einbringen und wertvolle Hilfe leisten.Angesichts der Corona-Situation werde der Regierungsrat auch während der Frühjahrspause tagen und im engem Kontakt mit dem Kantonalen Führungsorgan stehen. So sei gewährleistet, dass die Führung sichergestellt sei und bei Bedarf dringende Entscheide rasch getroffen werden können.

Der Regierungsrat habe die von ihm verabschiedeten und in Kraft gesetzten Corona-Verordnungen den zuständigen Organen des Grossen Rats übermittelt.Unter diesem Slogan habe der Kanton Bern gestern eine Social Media-Kampagne lanciert. Die meisten der am vergangenen Freitag angeschriebenen Berner Künstlerinnen und Künstlern haben sich spontan bereit erklärt, dem Kanton ein selbstgedrehtes, 15-sekündiges Video zusenden.

Die Aktion richtet sich an ein bis 26-jähriges Publikum. Ziel sei es, die junge Generation über die am meisten genutzten Social-Media-Kanäle zu sensibilisieren.

Die Kampagne ergänzt jene des Bundesamts für Gesundheit..

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