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Gemeinsames Projekt des Kantons Bern mit SRK, Ofac, Medgate und Viollier - Drive-in Corona-Testzentrum geht in Betrieb

2020-04-02 09:02:00
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Quelle: Kanton Bern

Heute geht am Mittag auf dem BEA Expo-Areal in Bern das erste Drive-in Corona-Testzentrum der Schweiz mit Online-Anmeldung und auch für Personen ausserhalb der Risikogruppen in Betrieb, wie der Kanton Bern ausführt.

Personen mit Verdacht auf das Coronavirus können sich hier im eigenen Fahrzeug schnell testen lassen. Das Testzentrum sei ein vom Bund gutgeheissenes Pilotangebot, das später auf weitere Standorte in der Schweiz ausgeweitet werden soll.

Das Zentrum werde in enger Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Roten Kreuz, der Ofac (Berufsgenossenschaft der Schweizer Apotheker) sowie den Firmen Medgate und Viollier betrieben. Das Drive-in Corona-Testzentrum mit Online-Anmeldung sei auf dem BEA Expo-Areal in Bern eingerichtet.

Das Projekt habe die kantonale Gesundheitsdirektion in Zusammenarbeit mit Jan von Overbeck, ehemaliger Kantonsarzt, initiiert. Im Auftrag des Kantonalen Führungsorgans habe eine Projektgruppe die Aufbauarbeiten koordiniert und die nötige Infrastruktur sichergestellt.

Regierungsrat Pierre Alain Schnegg, Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektor des Kantons Bern, dankte den beteiligten Partnern für die gute Zusammenarbeit beim Aufbau des Testzentrums. Sein Dank geht auch an die BEA Expo, die Kantonspolizei und den Bereich Schutz und Rettung der Stadt Bern.Das neue Testzentrum habe eine maximale Kapazität von täglich rund 200 bis 300 Testerfassungen.

Das Zentrum dient als Pilotangebot, das laufend überprüft werde und rasch auf weitere Standorte in der Schweiz ausgeweitet werden soll. Das Gelände sei gut mit dem Auto erreichbar.

Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Personen mit Fahrrad oder Motorrad können aus Sicherheitsgründen nicht getestet werden.Für den Test sei keine Zuweisung eines Arztes nötig. Mit einem einfachen Online-Fragebogen sei es möglich abzuklären, ob ein Test angezeigt ist.

Ist dies der Fall, erhält die betreffende Person ein Test-Ticket und werde aufgefordert, das Zentrum aufzusuchen um sich testen zu lassen. Ein vorgängig gelöstes Ticket sei Bedingung, um einen Test zu erhalten.

Personen ohne Berechtigung werden abgewiesen. Der Online-Fragebogen sei seit Donnerstagmorgen unter https://coronacheck.abilis.ch aufgeschaltet.Den Betrieb des Testzentrums stellt das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) sicher.

In seinem Auftrag kommen Samariterinnen und Samariter sowie Angehörige des Schweizerischen Militär-Sanitäts-Verbandes als medizinisches Personal des Zentrums zum Einsatz. Das Personal führt die Tests unter Aufsicht von erfahrenen Pflegefachleuten und Ärztinnen und Ärzten des City-Notfalls und des Ärzteverbandes Stadt Bern und Umgebung durch.

Logistik-Fachleute des SRK unterstützen die Behörden beim Einkauf der Tests und des für den Betrieb nötigen Schutzmaterials. Dank der engen Zusammenarbeit des SRK mit namhaften Wissenschaftlern bei der Erarbeitung des Vorgehens und Rücksprache mit den Bundesbehörden gilt das Testzentrum in Bern als Pilot, um eine nationale Anpassung der Corona-Teststrategie zu prüfen.Für die Labortests sei die Firma Viollier zuständig.

Viollier stellt zudem das Testmaterial und bildet die Schnittstelle zu den beiden Partnern Medgate und Ofac.Mit ihrer digitalen Gesundheitsplattform Abilis gewährleistet Ofac den sicheren Informationsaustausch zwischen allen Projektbeteiligten, den Gesundheitsfachpersonen und den Personen, die getestet werden. Anhand des erstellten Online-Fragebogens (https://coronacheck.abilis.ch) werde analysiert, welchen Personen ein Test empfohlen wird.

Sie erhalten dann ihr «Test-Ticket» per E-Mail, mit einem Strichcode, mit dem sie sich beim Personal des Zentrums ausweisen können. Bei einem negativen Testbefund könne die betreffende Person direkt via Abilis-App schnell benachrichtigt werden.

Die Plattform Abilis sei vollständig gesichert und entspreche dem für das zukünftige EPD (elektronisches Patientendossier) vorgegebenen Datenschutz- und Sicherheitsstandard.Wird eine Person im neuen Drive-in Corona-Testzentrum positiv getestet, übernimmt das Telemedizin-Unternehmen Medgate die ärztliche Befundkommunikation sowie die weitere telemedizinische Betreuung. Die Ärztinnen und Ärzte von Medgate beraten und behandeln die mit dem Coronavirus infizierte Person über das Telefon und können dabei ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis ausstellen oder bei Bedarf ein Medikament verschreiben, das dem Patienten direkt nach Hause geliefert werden kann.

Dank der telemedizinischen Betreuung sei gewährleistet, dass die Erkrankten die Isolation einhalten können und ihr Zuhause nicht verlassen müssen, dabei aber auch ärztlich betreut sind. Muss ein Patient hospitalisiert werden, könne Medgate die Überweisung in ein Spital vornehmen oder im Notfall auch die Ambulanz aufbieten.Der seit Montag auf dem BEA-Gelände stationierte Bus dient weiterhin als mobiles Testzentrum ausschliesslich für ärztlich zugewiesene Corona-Patienten.

Der Bus werde voraussichtlich noch bis am Freitag am heutigen Standort stehen. Ein neuer Einsatzort sei noch nicht bestimmt..

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