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Coronavirus - Grössere Menge Schutzmaterial im Kanton Bern eingetroffen

2020-04-23 08:32:02
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Quelle: Kanton Bern

Vergangenen Freitag sind 110 Tonnen Schutzmaterial aus China in Zürich eingetroffen, welches der Kanton Bern beschafft hatte, wie der Kanton Bern berichtet.

Eine zweite per Sonderflug transportierte Lieferung werde nächste Woche erwartet, weitere mehrere Dutzend Tonnen Materialien werden mit Regelflügen geschickt. Die Gesundheitsinstitutionen können das Material über die Bestellplattform des Kantons zum Selbstkostenpreis beziehen.

Mit diesen Lieferungen könne der Bedarf an Schutzmaterial im Gesundheitswesen bis auf weiteres gedeckt werden.Mitte März sanken auch im Kanton Bern die Lagerbestände an Schutzmaterialien, gleichzeitig zeichneten sich wegen der Coronavirus-Pandemie auf den internationalen Märkten Engpässe ab. Für einzelne Organisationen wurde es zunehmend schwierig, Material zu besorgen, da der Einkauf auf den hart umkämpften Absatzmärkten teilweise nur noch Behörden möglich war.

Das Kantonale Führungsorgan (KFO) setzte deshalb die direktionsübergreifende Arbeitsgruppe Ressourcenmanagement Kanton (ResMak) ein. Ziel und Auftrag sei es, den medizinischen Institutionen wie Spitälern, Alters- und Pflegeheimen sowie Spitex-Organisationen genügend Schutzmaterial, sowie personelle Unterstützung, zur Verfügung zu stellen.

Die Bereitstellung und der Betrieb der Infrastruktur von ResMaK basieren im Wesentlichen auf den Ressourcen der Kantonspolizei Bern.Am 30. März wurde eine Bestellplattform in Betrieb genommen und am 1. und 2. April erfolgten die ersten Auslieferungen von Schutzmaterialien zunächst an die Spitäler und in einem zweiten Schritt auch an die Alters- und Pflegeheime sowie die Spitex-Organisationen. Bisher konnten bereits mehr als 1’000 Lieferungen an über 400 Institutionen durchgeführt werden.Parallel dazu wurde der Markt für Schutzmaterialien analysiert.

Dank des gesprochenen Kredits des Regierungsrates konnten zunächst bei Schweizer Betrieben Materialien eingekauft werden. Gleichzeitig eröffneten sich auf dem chinesischen Markt dank guter persönlicher Kontakte sowie eines grossen Engagements von Auslandschweizern und chinesischen Staatsangehörigen grössere Beschaffungs- und Transportmöglichkeiten.

Hilfreich sei auch das Schwesterabkommen, das der Kanton Bern sei 2015 mit der Stadt Shenzhen unterhält. Es ermöglicht Direktkontakte zu Entscheidungsträgern vor Ort.

Dank den Bemühungen aller Beteiligten konnten insgesamt vier Bestellungen platziert werden. Ein erster Sonderflug aus dem chinesischen Chengdu mit insgesamt 110 Tonnen Materialien im Wert eines tiefen zweistelligen Millionenbetrages landete am vergangenen Freitag, 17. April, am Flughafen Zürich.

Das Material wurde anschliessend mit neun Lastwagen nach Bern transportiert. Ein zweiter Sonderflug sei für kommende Woche vorgesehen.

Zudem stehen mehrere Dutzend Tonnen Materialien an Flughäfen in Schanghai und Hongkong bereit, welche mit Regelflügen transportiert werden.Bestellt werden konnten zu guten Konditionen unter anderem Atemmasken, Handschuhe, Überschürzen und Schutzbrillen. Diese werden nun über die Bestellplattform des Ressourcenmanagements an die Gesundheitsinstitutionen verteilt und zu den Beschaffungskosten verrechnet.Mit diesen Lieferungen sei der Bedarf an Schutzmaterial für das Gesundheitswesen im Kanton Bern vorderhand gedeckt.

Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektor Pierre Alain Schnegg freut sich, dass der Kanton Bern nun mit ausreichend Material versorgt sei und sich die Gesundheitsinstitutionen mit genügend Material gegen das Coronavirus schützen können. Er dankt dem Kantonalen Führungsorgan für sein Engagement bei der Beschaffung des Materials.

Bild anzeigen Bild der 110-Tonnen-Materiallieferung vom 17. April, Flughafen Zürich. Das Flugzeug flog direkt von Chengdu nach Zürich.

(Bild: zvg) Bild anzeigen Bild der 110-Tonnen-Materiallieferung vom 17. April, Flughafen Zürich. Die 600 Kubikmeter grosse Ladung werde in Empfang genommen.

(Bild: zvg).

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