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Chantier Bethlehem West: Masterplan zur Gebietsentwicklung

2020-06-29 13:05:03
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Quelle: Stadt Bern

Der Chantier Bethlehem West soll sich zu einem dichten, vielfältigen und attraktiven Gebiet entwickeln, wie die Stadt Bern schildert.

Als Grundlage für die weitere Planung und Entwicklung habe der Gemeinderat den behördenverbindlichen «Masterplan Chantier Bethlehem West» beschlossen. Der Masterplan werde vom 30. Juni bis zum 10. Juli in der Hochschule der Künste öffentlich ausgestellt.Chantiers seien Gebiete mit einem hohen Aufwertungs- und Entwicklungspotenzial, die im Stadtentwicklungskonzept Bern 2016 (STEK 2016) festgelegt sind.

Der Gemeinderat habe nun den Masterplan für den Chantier Bethlehem West als behördenverbindlich genehmigt. Der Masterplan legt die langfristige räumliche Entwicklungsstrategie für das Gebiet Bethlehem West im Stadtteil VI fest.

Er dient als planerische Grundlage für die einzelnen Arealentwicklungen und Aufwertungsmassnahmen im öffentlichen Raum.Der Masterplan sei das Resultat eines Studienauftragsverfahrens, das die Stadt in den letzten zwei Jahren gemeinsam mit den Grundeigentümerinnen Genossenschaft Migros Aare und Carlo Bernasconi AG durchgeführt hat. Vertreterinnen und Vertreter von Quartierorganisationen, Verbänden und Parteien sowie weitere Grundeigentümerschaften waren eng in den Prozess einbezogen und konnten ihre Anliegen einbringen.Bereits heute zeichnet sich das Gebiet durch eine hohe Nutzungsvielfalt aus.

Diese solle mit der künftigen Entwicklung bewahrt und weiterentwickelt werden. Das Gebiet werde jedoch deutlich dichter werden: Insgesamt besteht ein Nutzungspotenzial für rund 3000 zusätzliche Einwohnerinnen und Einwohner sowie rund 2000 zusätzliche Arbeitsplätze.

Die Teilareale des Chantiers sollen sich auch künftig durch unterschiedliche Bautypologien auszeichnen. Entlang der Bahntrasse sei punktuell der Bau von Hochhäusern möglich.

Für die Bebauung der einzelnen Areale gelten hohe städtebauliche, architektonische und stadtklimatische Anforderungen.Der Verkehr im Chantier solle verstärkt auf den Fuss-, Velo- und öffentlichen Verkehr verlagert werden. Dazu seien Aufwertungen der Infrastruktur und Verbesserungen im Angebot vorgesehen.

Beim motorisierten Individualverkehr werde – aufgrund der Vorgaben des Masterplans mit sehr tiefen Parkplatzzahlen – trotz Verdichtung nur mit einer geringen Zunahme gerechnet. Der Werk- und Logistikverkehr für die Arbeits- und Gewerbenutzungen bleibt sichergestellt.Damit die angestrebte Verdichtung mit einer hohen Wohn- und Aufenthaltsqualität einhergehen kann, schafft der Masterplan die Voraussetzungen für eine Aufwertung des Aussenraums: Auf den privaten Arealen sollen neue Freiflächen öffentlich zugänglich und nutzbar werden.

Auch seien zwei neue öffentliche Plätze vorgesehen. Zudem plant die Stadt Bern, die Aufenthaltsqualität im Strassenraum mit breiteren Trottoirs, teilweise separater Veloführung und, wo möglich, neuen Bäumen zu verbessern.

Neu werde zudem ein direkter Verbindungsweg zwischen dem Tscharnergut und der Parkanlage Brünnengut geschaffen.Die Zeithorizonte für die Entwicklung der einzelnen Areale seien sehr unterschiedlich, weshalb die Entwicklung in Etappen erfolgen soll. Wo bereits konkretere Entwicklungsabsichten bestehen, wie zum Beispiel beim Zentrum Bethlehem mit der Migros, werde die Stadt Bern gemeinsam mit den Grundeigentümerschaften rasch in die Arealplanungen einsteigen.

Als nächster Schritt werden die wesentlichen Inhalte des Masterplans in die baurechtliche Grundordnung überführt. Über diese Planung werde die Stadtberner Stimmbevölkerung zu gegebener Zeit entscheiden können..

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