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Öffentliche Mitwirkung Überbauungsordnung ewb/BLS-Areal

2020-06-30 10:05:04
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Quelle: Stadt Bern

Das ewb/BLS-Areal im Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Ausserholligen soll zu einem dichten, gemischt genutzten und öffentlich zugänglichen Quartierbaustein entwickelt werden, wie die Stadt Bern mitteilt.

Der Gemeinderat habe die dafür notwendige Überbauungsordnung zuhanden der öffentlichen Mitwirkung verabschiedet. Diese dauert vom 2. Juli bis 4. September 2020.In den nächsten Jahren werde sich der ESP Ausserholligen stark verändern.

Ein Schlüsselgebiet dieser Entwicklung sei das zwischen dem Freibad Weyermannshaus und dem Europaplatz gelegene Areal von Energie Wasser Bern (ewb) und der BLS, wo ewb seinen neuen Hauptsitz plant. Das Areal solle mit der Entwicklung dichter, gemischt genutzter und öffentlich zugänglicher werden.

Die Überbauungsordnung Stöckackerstrasse 33 – Ladenwandweg bildet die planungsrechtliche Grundlage für diese Entwicklung.Das Areal solle stark verdichtet werden und in die Höhe wachsen: Die Überbauungsordnung ermöglicht einen Cluster mit drei Hochhäusern von bis zu 110 Metern Höhe. Sie schafft die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung von rund 54`000 Quadratmetern Geschossfläche für Arbeits- und Dienstleistungsnutzung – unter anderem für den geplanten neuen ewb-Hauptsitz.

Zusätzlich seien mindestens 18’000 Quadratmeter für Wohnnutzung vorgesehen. Ein Drittel dieser Wohnfläche werde preisgünstig sein.

Zur Belebung des Areals seien öffentlich zugängliche Erdgeschosse mit Dienstleistungsangeboten, publikumsorientierten und gemeinschaftlichen Nutzungen angedacht. Weiterhin sollen auch die gewerblich-betrieblichen Tätigkeiten von ewb auf dem Areal bleiben.Das Areal übernimmt zukünftig eine wichtige Scharnierfunktion im ESP Ausserholligen und verbindet den Europaplatz mit weiteren Entwicklungsarealen in der Umgebung.

Die geplanten Nutzungen sowie die Öffnung des heute umzäunten Areals, neue Verbindungswege für den Fuss- und Veloverkehr und die Schaffung neuer öffentlicher Freiräume seien zentrale Elemente der Entwicklung. Im Umfeld der Baubereiche sowie unter dem Autobahnviadukt werden die Freiräume einen vorwiegend urbanen Charakter haben.

Der Quartierfreiraum westlich der Überbauung umfasst dagegen einen bedeutenden Teil der bestehenden Familiengärten des Ladenwandguts sowie Spielplätze und naturnahe Flächen.Bereits heute sei die Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr sehr gut. Mit der geplanten Verschiebung der BLS-Haltestelle Stöckacker in Richtung Europaplatz, die nicht Gegenstand der vorliegenden Planung ist, werde das direkte Umsteigen zwischen allen drei Bahnstationen um den Europaplatz und damit die Entwicklung eines Mobilitätshubs im Westen von Bern ermöglicht.

Die Arealentwicklung solle – mit Ausnahme des bereits heute erforderlichen Werkverkehrs von ewb und BLS – möglichst wenig motorisierten Individualverkehr generieren. Dafür sollen mindestens 600 öffentliche Abstellplätze für Fahrräder entstehen.Die öffentliche Mitwirkung dauert vom 2. Juli bis 4. September 2020. Die erforderliche Volksabstimmung zur Überbauungsordnung werde voraussichtlich im Februar 2022 stattfinden.

Parallel und eng abgestimmt auf das Planungsverfahren führen die Grundeigentümerinnen ewb und BLS ein qualitätssicherndes Verfahren zur Entwicklung des Areals durch. Nebst städtebaulichen Aspekten und dem Nutzungsmix stehen insbesondere auch Energie- und Nachhaltigkeitsziele im Fokus.

Wesentliche Erkenntnisse aus dem Verfahren werden vor der öffentlichen Auflage in die Überbauungsordnung übertragen. Ziel von ewb ist, den neuen Hauptsitz Ende 2024 beziehen zu können..

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