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Schulaustretendenumfrage 2020 - Über 95 Prozent haben eine Anschlusslösung

2020-07-01 09:05:02
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Quelle: Kanton Bern

Die Massnahmen zur Eindämmung von COVID-19 wirken sich kaum auf die Ausbildungsmöglichkeiten nach der obligatorischen Schulzeit aus, wie der Kanton Bern schreibt.

Das zeigt die jährliche Umfrage der BIZ Berufsberatungs- und Informationszentren zur Situation der Schulaustretenden. Im deutschsprachigen Kantonsteil hatten per 1. Juni noch rund 195 Schülerinnen und Schüler keine Anschlusslösung.

Im französischsprachigen Kantonsteil waren es 43 Schülerinnen und Schüler. Sie können mit 1’149 offenen Lehrstellen in der Deutschschweiz respektive 86 im französischsprachigen Kantonsteil (Stand Ende Juni) auf ein breites Angebot zugreifen.Die jährliche Befragung der Berufsberatungs- und Informationszentren BIZ zu den Anschlusslösungen auf der Sekundarstufe II liefert trotz COVID-19 ein erfreuliches Gesamtbild.

53% aller Schulabgängerinnen und -abgänger werden nach den Sommerferien eine berufliche Grundbildung (Berufslehren EBA oder EFZ, schulische berufliche Grundbildung) beginnen. Damit liegt der Wert gesamtkantonal nur leicht unter dem Vorjahreswert.

Im französischsprachigen Kantonsteil wirken sich die Folgen der COVID-19 Massnahmen stärker aus: Während 2019 noch rund 50% französischsprachige Schulabgängerinnen und -abgänger mit einer EFZ oder EBA Ausbildung starteten, sinkt dieser Anteil 2020 auf 43%.Die Eintrittsquote in den nachobligatorischen gymnasialen Bildungsgang bleibt im langjährigen Mittel, während die Einstiege in eine Fachmittelschule gegenüber dem Vorjahr etwas zulegen. Nach den Sommerferien treten mit 77% leicht weniger Schulaustretende direkt in eine berufliche Grundbildung, ein Gymnasium oder eine Fachmittelschule ein als im Vorjahr.

Die übrigen besuchen ein kantonales oder privates Brückenangebot.Per Stichtag 1. Juni hatten insgesamt bereits 97% der Jugendlichen im deutschsprachigen Kantonsteil eine Anschlusslösung im Sinne einer Ausbildung auf Sekundarstufe II bzw. eines Brückenangebots (Vorjahr 97%).

Im französischsprachigen Teil liegt die Zahl mit etwa 94% etwas tiefer, hier suchen noch 43 Jugendliche eine Anschlusslösung. Einige suchen eine Lehrstelle, ein kleiner Teil sei noch unentschlossen.

Nur vereinzelt treten Jugendliche ohne Ausbildung eine Arbeitsstelle an oder kehren in ihr Heimatland zurück. Die Chancen stehen gut, dass Lehrstellensuchende und Unentschlossene noch eine Anschlusslösung finden, da das Angebot an offenen Lehrstellen die Nachfrage bei weitem übersteigt.Um die COVID-19 Folgen für Lehrstellensuchende abzufedern, entschied der Kanton Bern, dass Lehrverträge bis Oktober 2020 abgeschlossen werden können.

Per Sommer 2020 bauen die BIZ zudem ihr Angebot «Support+» für Jugendliche mit zusätzlichem Coachingbedarf aus. Während des Fernunterrichts arbeiteten die BIZ eng mit den Schulen zusammen und unterstützten Eltern und Schülerinnen und Schüler unter anderem mit Telefonberatungen, Live Chat, Informationsvideos und  Merkblättern.

Weiter erhalten die Jugendlichen der Berufsvorbereitenden Schuljahre im Rahmen des geplanten Projekts «Meet your Future» die Möglichkeit, während der ersten zwei Schulwochen direkt mit Unternehmen in Kontakt zu treten und gegebenenfalls doch noch eine Lehrstelle anzutreten.Die Schulaustretendenumfrage werde jeweils mit Stichtag 1. Juni online im ganzen Kanton erhoben. Für die vorliegenden Ergebnisse haben die BIZ alle öffentlichen und privaten Schulen mit Abschlussklassen befragt.

Es wurden 8’367 Schulaustretende erfasst, was einer Rücklaufquote von rund 90% entspricht.Im Rahmen der Schulaustretendenumfrage bewerten die Lehrkräfte auch die Zusammenarbeit mit der Berufsberatung. Die Schulen seien zufrieden mit den BIZ: 95 % der befragten Lehrpersonen bewerten die Zusammenarbeit als sehr gut oder gut.Berufliche Orientierung: Die verbindliche Zusammenarbeit zwischen Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrpersonen und der Berufsberatung während der Berufswahlvorbereitung sei in einem Rahmenkonzept Link öffnet in einem neuen Fenster.

(PDF, 263 KB, 24 Seiten) festgelegt. Dazu gehören der Unterricht für die berufliche Orientierung in der Schule, Informationsveranstaltungen der BIZ für Eltern und Jugendliche sowie die Präsenz der Berufsberatung in den Schulhäusern.

www.be.ch/biz-berufswahlvorbereitung Link öffnet in einem neuen Fenster.Berufsberatung: Jugendliche erhalten in den BIZ Beratung und Unterstützung bei der Ausbildungs- und Berufswahl. www.be.ch/bizstart Link öffnet in einem neuen Fenster.Coaching-Angebote und Case Management Berufsbildung: Jugendliche mit erhöhtem Unterstützungsbedarf werden von den BIZ mit einem umfassenden Coaching-Angebot unterstützt: Die Palette reicht vom ehrenamtlichen «Juco» (Junior Coaching) über Support+ (professionelle Coaches) bis zum Case Management in besonders komplexen Situationen.

www.be.ch/biz-casemanagement Link öffnet in einem neuen Fenster.Triagestelle Brückenangebote: Damit nach dem Abschluss der obligatorischen Schule keine Jugendlichen ohne Anschlusslösung dastehen, hilft die Triagestelle auf der Suche nach einer möglichst optimalen Zwischenlösung. www.erz.be.ch/triagestelle Link öffnet in einem neuen Fenster..

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