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Sulzer-Umbau: Nicht auf dem Buckel der Beschäftigten!

  • Sulzer-Umbau: Nicht auf dem Buckel der Beschäftigten!
    Sulzer-Umbau: Nicht auf dem Buckel der Beschäftigten! (Bild: Gewerkschaft Unia)
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    Sulzer-Umbau: Nicht auf dem Buckel der Beschäftigten! (Bild: Gewerkschaft Unia)
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    Sulzer-Umbau: Nicht auf dem Buckel der Beschäftigten! (Bild: Gewerkschaft Unia)
2020-07-29 11:20:09
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Quelle: Gewerkschaft Unia

Noch im April haben die Aktionäre ihre Dividenden erhöht, wie die Gewerkschaft Unia ausführt.

(Website von sulzer.com) Die Sulzer Chemtech AG will restrukturieren und dabei 55 der insgesamt 281 Stellen in der Schweiz abbauen. Das Unternehmen hätte jedoch genug Mittel, um die Anpassungen ohne Schaden für die Angestellten durchzuführen.

Betroffen seien die Standorte Winterthur, Oberwinterthur und Allschwil (BL).Vom geplanten Abbau bei der Sulzer Chemtech AG wären unter anderem das Mischergeschäft, die Forschung und Entwicklung sowie Support- und Servicefunktionen betroffen. Und es wäre ein weiterer Kahlschlag bei Sulzer, dem ehemaligen Flaggschiff der Schweizer Industrie.

Für die Unia sei die Ankündigung unverständlich. Sie fordert die sofortige Verlängerung des gesetzlichen Konsultationsverfahrens.Noch im April 2020 haben sich die Sulzer-Aktionäre ihre Dividenden erhöht.

Die Firma hat, wie sie selbst sagt, ausreichende Reserven. Die notwendige Neuausrichtung könnte sie also schrittweise vollziehen und müsste nicht auf Kosten der Angestellten gehen.Die Unia verlangt die Verlängerung der Konsultationsfrist über den 17. August 2020 hinaus.

Die Arbeitnehmenden und ihre Vertretungen brauchen genügend Zeit, um ihre Vorschläge zur Verhinderung des Stellenabbaus einbringen können. Das Ziel müssen Versetzungen innerhalb der Sulzer-Gruppe und Frühpensionierungslösungen sein, sodass es zu keinen Entlassungen kommt.

Die Unia unterstützt die Personalvertretung und ihre Mitglieder im anstehenden Verfahren.Den Umbau begründet die Sulzer mit dem tiefen Ölpreis und Nachfragerückgängen im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Der Abbau würde eine weitere Schwächung des Denk- und Werkplatzes Schweiz bedeuten.Der Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig ein ambitioniertes Konjunkturprogramm und eine echte Industriepolitik für die Schweiz ist.

Massive und schnelle Investitionen in den ökosozialen Umbau der Schweiz seien notwendig, damit die Schweizer Industrie die notwenigen Veränderungen mittragen könne und sie die derzeitige Weltwirtschaftskrise möglichst unbeschadet übersteht. Die Unternehmen, aber auch der Bund seien hier gefordert!.

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