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Radikalisierung und Gewaltextremismus: Prävention lohnt sich

2020-08-06 10:05:03
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Quelle: Stadt Bern

Mit der Schaffung der Fachstelle Radikalisierung und Gewaltprävention im Jahr 2014 übernahm die Stadt Bern schweizweit eine Pionierrolle, wie die Stadt Bern ausführt.

Ein nun vorliegender Tätigkeitsbericht beleuchtet die Arbeit der Fachstelle und ihre Entwicklung: Stand zu Beginn vor allem die Beratungstätigkeit im Vordergrund, habe die Fachstelle über die Jahre ihr Angebot im Bereich der Sensibilisierung und Prävention ausgebaut.Der frühzeitigen Erkennung schwelender Konflikte oder sogar Tendenzen zur Radikalisierung kommt in der Extremismusprävention und der Verhinderung damit verbundener Gewalt eine Schlüsselrolle zu. Der vorliegende Bericht zeigt nicht nur Fallzahlen auf und wie die Fachstelle Radikalisierung und Gewaltprävention der Stadt Bern arbeitet, sondern auch wie sie sich in die Landschaft der Schweizer und internationalen Präventionsarbeit einfügt und wie sie mit wichtigen Organisationen auf diesem Gebiet zusammenarbeitet.Die 2014 geschaffene Fachstelle Radikalisierung und Gewaltprävention der Stadt Bern nimmt dazu eine wichtige Scharnierfunktion in der Verwaltung zur Wissensvermittlung und bei der Vernetzung der relevanten Stellen wahr.

Mit einem breit abgestützten und dennoch niederschwelligen Beratungs- und Vernetzungsangebot sensibilisiert sie die Bevölkerung, Radikalisierungstendenzen zu erkennen und bietet ihr Hilfestellungen an. Sei dies für Personen in Schulen, in der Sozialarbeit, in Firmen oder Vereinen.

«Vor allem die Vernetzung und der Austausch unter den verschiedenen Playern sei für die Früherkennung von Radikalisierungstendenzen essentiell», hält Ester Meier fest. Sie sei Leiterin des Amtes für Erwachsenen- und Kindesschutz, wo die Fachstelle Radikalisierung und Gewaltprävention angegliedert ist.«Es waren die sogenannten Dschihadreisen anfangs der 2010er-Jahre, die mir Sorgen machten und mich dazu veranlassten im Bereich der Radikalisierungsprävention und -beratung tätig zu werden», erklärt Sicherheitsdirektor Reto Nause.

Das Bedürfnis nach Informationen und Vernetzung, die Unsicherheiten, Ängste und Problemstellungen seien damals in der Bevölkerung, bei Fachpersonen in der Praxis, bei Polizeiorganen und auch den Medien sehr gross gewesen. Während zu Beginn vor allem die Beratung von Personen im Zentrum stand, die einen Fall meldeten, habe die Fachstelle über die Jahre ihr Angebot im Bereich der Prävention und Sensibilisierung ausgebaut.Heute bietet die Fachstelle Unterstützung und Beratung bei Radikalisierung hin zu verschiedensten Gruppierungen aus dem religiösen und politischen Spektrum an.

Seit 2020 sei sie zudem innerhalb des kantonalen Bedrohungsmanagement die Anlaufstelle der Stadtverwaltung..

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