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Projekt Werkplatz Égalité: Gleichstellung in Unternehmen gezielt fördern

2020-09-14 11:05:03
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Quelle: Stadt Bern

Gleichstellung in Unternehmen konkret umsetzen und die Chancengleichheit fördern: Dies ist das Ziel der Plattform Werkplatz Égalité, wie die Stadt Bern ausführt.

In Workshops bringen die beteiligten Unternehmen ihre Erfahrungen ein, machen gute Praxis sichtbar, stärken die Vernetzung und fördern den positiven Wettbewerb untereinander. Das Projekt Werkplatz Égalité wurde von den Fachstellen für Gleichstellung der Stadt und des Kantons Bern lanciert, in Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein staatslabor.Gesellschaftlicher und demografischer Wandel fordern Unternehmen heraus, sich auf dem Markt als attraktive Arbeitgebende zu positionieren.

Das Engagement für Gleichstellung, Diversität und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sei dabei ein Erfolgsfaktor. Es fehlt nicht an Instrumenten und guter Praxis zur praktischen Gleichstellungsförderung, diese seien aber oft nicht bekannt.

Entsprechend werde die Möglichkeit eines Austauschs darüber, was andere mit welchem Erfolg tun, als gewinnbringend erachtet. Aus diesem Grund haben die Gleichstellungsfachstellen der Stadt Bern und des Kantons Bern in Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein staatslabor den Werkplatz Égalité initiiert.

Er richtet sich an Unternehmen, die konkrete Gleichstellungsanliegen haben und Chancengleichheit und Vielfalt im Austausch mit anderen Betrieben kontinuierlich voranbringen wollen. Die Plattform wurde 2019 an einem Co-Design-Workshop gemeinsam mit Teilnehmenden interessierter Unternehmen entwickelt.Am ersten Programmzyklus mit vier Workshops, der von Dezember 2019 bis September 2020 dauerte, haben sich Vertreterinnen und Vertreter aus 16 Unternehmen beteiligt.

Die von ihnen gewählten Themenschwerpunkte bezogen sich auf den Zugang von Frauen zu Führungsfunktionen, flexible Arbeitszeitmodelle und eine diversitätsfreundliche Betriebskultur. Vertieft wurden Themen und Ansätze wie beispielsweise Teilzeitarbeit und Führung auf Probe, Potenziale bei der Rekrutierung von Frauen für Führungsfunktionen, Vereinbarkeit im Schichtbetrieb oder das hochaktuelle Thema Homeoffice im Spannungsfeld von Vertrauen und Kontrolle.

Die Workshops waren methodisch vielfältig und umsetzungsorientiert. Ziel sei es, Unternehmen zu inspirieren, Neues auszuprobieren.Nach einem ersten Pilotjahr ziehen die Trägerschaft und die Betriebe eine positive Bilanz.

Der Werkplatz Égalité unterstützt das Engagement für Gleichstellung und Diversität: er bringt konkrete Anstösse, macht gute Praxis sichtbar, stärkt die Vernetzung und fördert den positiven Wettbewerb zwischen den Unternehmen.Am Projekt beteiligen sich unter anderem BERNMOBIL, die Berner Kantonalbank BEKB und HotellerieSuisse. Sie haben in ihren Unternehmen verschiedene Massnahmen lanciert, um die Gleichstellung und die Diversität zu stärken.

So habe HotellerieSuisse die Blockzeiten abgeschafft und bereits vor Corona das Modell «Mobiles Arbeiten» eingeführt. Damit fördert der Verband die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

BERNMOBIL will mit neuen Arbeitszeitmodellen für den Schichtbetrieb und zusätzlichen Angeboten die Attraktivität des Berufes der Fahrdienstangestellten abgestimmt auf ihre persönlichen Bedürfnisse verbessern. Die BEKB schliesslich bietet flexible Arbeits- und Teilzeitmodelle an, setzt sich für Chancengleichheit bei Führungsrollen ein und hebt den Frauenanteil im Kader gezielt an.Neben dem Workshopzyklus werden nun sukzessive weitere Austauschformate entwickelt wie beispielsweise eine Online-Plattform mit Blog, eine öffentliche LinkedIngruppe sowie ein jährliches Event für alle interessierten Betriebe.

Der nächste Programmzyklus startet im Januar 2021.Das Pilotprojekt Werkplatz Égalité dauert vorerst bis 2022. Das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann unterstützt das Projekt mit Finanzhilfen nach dem Gleichstellungsgesetz. Teilnehmen können alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Grösse und ihrer Branche, primär aus dem Kanton Bern, aber auch aus umliegenden Kantonen.

Ziel sei es, die Plattform ab 2022 zweisprachig anbieten zu können. .

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