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Regional

Schadenssituation in den Berner Wäldern - Die Situation bleibt angespannt

2020-10-16 12:05:02
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Quelle: Kanton Bern

Winterstürme, ein trockener Frühling, mehr Niederschlag und etwas tiefere Temperaturen im Sommer: Die Berner Wälder sind in Bezug auf Käferschäden in einem minim besseren Zustand als im Vorjahr, wie der Kanton Bern berichtet.

Allerdings mit regionalen Unterschieden. Die Bekämpfung des Borkenkäfers sei und bleibt eine wichtige und aufwändige Arbeit.Mit Ausnahme des Berner Juras seien in den Berner Wäldern weniger Fichten von Borkenkäfern befallen als 2019. Im ganzen Kantonsgebiet gibt es 30 Prozent weniger dieses sogenannten Stehendbefalls als im Vorjahr zur gleichen Zeit; im Mittelland sogar 40 Prozent weniger.

Im Berner Jura hingegen, wo es trockener war als im Restkanton, sei der Befall grösser als im Vorjahr.Die Situation sei insgesamt weit gravierender als vor dem Wintersturm Burglind 2018: Vor Burglind gab es einen durchschnittlichen Stehendbefall an der Fichte von 30 000 Kubikmeter pro Jahr. Aktuell seien es 134 000 Kubikmeter.Ein weiteres Problem seien Bäume, die von Stürmen oder Lawinen umgeworfen oder abgebrochen wurden.

Sie seien ideale Brutstätten für Borkenkäfer. Im ganzen Kantonsgebiet gab es 2020 deutlich mehr derartige Primärschäden (vor allem Streuschäden), hauptsächlich wegen mehreren Stürmen im Februar.

Im Käferbekämpfungsgebiet (siehe Info-Box unten) seien bisher 130 000 Kubikmeter Holz aus Primärschäden angefallen – fast dreimal mehr als im Vorjahr.Gemäss dem Amt für Wald und Naturgefahren (AWN) habe die Waldwirtschaft einen grossen Einsatz bei der Käferbekämpfung in den Berner Wäldern geleistet. Dazu gehört die Überwachung der Wälder.

Es sei wichtig, dass befallene Bäume rechtzeitig erkannt und bearbeitet werden, so dass sich Käfer nicht weiterverbreiten können. Im Sommer werden die Bäume, wenn immer möglich, rasch genutzt und aus dem Wald abtransportiert.

Diese Arbeiten gehen im Winter weiter. Da der Holzmarkt weiterhin angespannt ist, werde Käferholz vermehrt im Wald entrindet und liegen gelassen.Als Käferbekämpfungsgebiet bezeichnet der Kanton Regionen mit naturgemäss grossen Fichtenbeständen, wo der Wald eine Schutzfunktion gegen Naturgefahren hat.

Dort ordnet der Kanton Bern Massnahmen gegen den Borkenkäfer an, verfügt diese und setzt sie wenn nötig durch.Ausserhalb dieser Gebiete erhalten Organisationen der Waldbesitzerinnen und -besitzer seit 2019 ausserordentliche Beiträge für die koordinierte Käferbekämpfung. Anfang 2020 beschloss der Regierungsrat, das Programm 2020/21 weiterzuführen.

Inklusive Bundesbeiträge stehen für die beiden Jahre 1,6 Millionen Franken zur Verfügung..

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