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Corona-Massnahmen im Kanton Bern - Gezielte Einschränkungen in der Gastronomie

2020-11-27 16:05:05
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Quelle: Kanton Bern

Wegen der Stagnation der Fallzahlen und der nach wie vor hohen Positivitätsrate verlängert der Regierungsrat des Kantons Bern die Corona-Massnahmen um eine Woche bis zum 14.12.2020. Um eine stärkere Eindämmung des Virus zu erreichen, müssen die Restaurants ab Montag, 30.11. bereits um 21 Uhr schliessen, wie der Kanton Bern meldet.

Zudem werde die Zahl auf maximal 50 Gäste begrenzt. Gleichzeitig habe die Regierung die feste Absicht, analog der Bundesregelung den Kultur- und Sportinstitutionen ab dem 14.12. wieder eine Öffnung zu erlauben und bis zu 50 Personen gleichzeitig den Besuch von Gottesdiensten zu gestatten.

Damit möchte der Regierungsrat der Bevölkerung im Hinblick auf die Festtage eine Perspektive verschaffen. Er dankt ihr für das Mittragen der Einschränkungen, ruft sie angesichts der momentanen Lage aber dazu auf, die Verhaltensregeln und Schutzkonzepte strikt einzuhalten und vorsichtig zu bleiben.Am 23. Oktober 2020 habe der Regierungsrat weitreichende Massnahmen in Kraft gesetzt, um die Ausbreitung von Covid-19 im Kanton Bern einzudämmen.

Verschiedene dieser geltenden Regelungen gehen über die vom Bund angeordneten Massnahmen hinaus, beispielsweise bei den Restaurationsbetrieben, bei Veranstaltungen, Bildungseinrichtungen und Sport. Zudem mussten verschiedene öffentliche Einrichtungen wie Museen, Kinos, Theater und Konzerthäuser schliessen.

Am 19. November habe der Regierungsrat diese Massnahmen vorerst bis zum 7. Dezember verlängert.Im Gegensatz zur Westschweiz, wo strenge Corona-Massnahmen einschliesslich der Schliessung der Restaurants im Moment dazu beitragen, dass die Fallzahlen deutlich sinken, verharren die Zahlen im Kanton Bern bei rückläufigen Testzahlen weiterhin auf zu hohem Niveau. Im Vergleich zum Wochendurchschnitt vor einer Woche sei die Zahl der Covid-19-Ansteckungen nicht weiter zurückgegangen.

Heute Freitag verzeichnet der Kanton Bern 467 Ansteckungen. Die Positivitätsrate der in den letzten sieben Tagen durchgeführten Tests verharrt bei hohen 18 Prozent.

326 Personen seien wegen Corona hospitalisiert, davon 56 auf Intensivstationen. Somit sei bei der Zahl der Covid-Hospitalisationen noch keine nachhaltige, spürbare Abnahme zu verzeichnen.Zusammenfassend sei für den Regierungsrat leider keine Entspannung der epidemiologischen Lage feststellbar.

Angesichts der schwierigen Situation habe er am Mittwoch und am Freitag die Lage analysiert. Er habe auch mit GastroBern Kontakt aufgenommen, um mit dem Verband die Möglichkeiten verschärfter Massnahmen bei den Restaurationsbetrieben zu erörtern.

Nach diesen Gesprächen habe die Regierung entschieden, die Restaurationsbetriebe ab Montag, 30. November, bereits um 21 Uhr statt wie bisher um 23 Uhr zu schliessen. Parallel dazu werde die maximale Zahl der Gäste, die sich zur gleichen Zeit in einem Restaurant aufhalten dürfen, auf 50 Personen beschränkt.

Denn selbst bei guter Umsetzung sei eine Einhaltung der Minimalvorgaben (Mindestabstand und/oder Schutzmassnahmen) zumindest innerhalb der gleichen Gästegruppe nicht möglich. Deshalb sei durch die Reduktion der gleichzeitig anwesenden Gäste mit einer spürbaren epidemiologischen Wirkung zu rechnen.

Die neue Regelung für die Gastronomie gilt bis zum 14. Dezember. Auf diesen Zeitpunkt werde ein Wechsel auf die Bundeslösung angestrebt.

Bei den Take-away-Betrieben gilt weiterhin die Regelung des Bundes, wobei das Schutzkonzept der Betreiberin oder des Betreibers im Rahmen der ihr oder ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten Massnahmen vorsehen muss, um Menschenansammlungen vor dem Betrieb zu verhindern. Ebenfalls nicht betroffen seien Betriebskantinen, Lieferdienste für Mahlzeiten und Restaurationsbetriebe für Hotelgäste.Der Regierungsrat gibt seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Fallzahlen in den kommenden beiden Wochen im Kanton Bern wieder sinken werden.

Die Regierung sei sich bewusst, dass sich die Bevölkerung, die besonders betroffenen Wirtschaftsbranchen und der Kultursektor möglichst bald eine gewisse Normalisierung des Alltags wünschen. Aus diesen Gründen habe er die feste Absicht, die von ihm am 23. Oktober angeordneten Massnahmen, die über die geltenden Bundesregeln zur Eindämmung von Covid-19 hinausgehen, per 14. Dezember 2020 ganz oder teilweise aufzuheben.

Damit möchte die Regierung der Bevölkerung Perspektiven geben und ihr etwas mehr Bewegungsfreiheit verschaffen, gerade im Hinblick auf die bevorstehenden Festtage.Mit der auf 14. Dezember geplanten Lockerung der Corona-Regeln wären im Kanton Bern verschiedene Aktivitäten wieder möglich, beispielsweise kulturelle Veranstaltungen in kleinerem Rahmen oder Besuche von Gottesdiensten, Museen und Fitnesszentren. Dabei müssen die Schutzkonzepte jedoch streng eingehalten werden.Der Regierungsrat ruft die Bernerinnen und Berner dazu auf, nicht nachzulassen und die allgemeinen Regeln weiterhin konsequent zu befolgen: Abstand halten, nicht zwingend nötige Kontakte vermeiden, Handhygiene, Maskentragen, Testen beim Auftreten von Symptomen.

Nur so lasse sich vermeiden, dass die Fallzahlen nicht wieder steigen. Der Regierungsrat ruft die Bevölkerung auf, während den Festtagen besonders vorsichtig zu sein..

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