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Westast der A5-Umfahrung Biel/Bienne - Behördendelegation setzt die Empfehlungen der Dialoggruppe um

2020-12-17 11:05:03
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Quelle: Kanton Bern

Die Behördendelegation will die Empfehlungen aus dem Dialogprozess zum Westast der A5 Umfahrung Biel/Bienne umsetzen, wie der Kanton Bern schildert.

Der Kanton werde dem Bund noch dieses Jahr beantragen, das Ausführungsprojekt abzuschreiben. Zur Weiterbearbeitung der Empfehlungen der Dialoggruppe werde eine neue Projektorganisation eingesetzt.Die Behördendelegation habe an ihrer Sitzung vom 17. Dezember 2020 den Schlussbericht der Dialoggruppe zur Kenntnis genommen und das weitere Vorgehen festgelegt.

Sie sei erfreut über den erfolgreichen Abschluss des Prozesses und dankt der Gruppe für ihre Arbeit. Regierungsrat Christoph Neuhaus zeigte sich überzeugt, dass die Empfehlungen der Dialoggruppe zukunftsgerichtet seien und Klarheit nach einer langjährigen Blockade geschaffen haben.

Er gab jedoch zu bedenken, dass der Weg zu einer neuen Autobahnumfahrung ein Generationenprojekt sein werde.Die Delegation geht mit der Dialoggruppe einig, dass das Ausführungsprojekt A5 Westumfahrung Biel/Bienne nicht weiterverfolgt wird. Der Kanton werde bis Ende Jahr dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) einen Antrag stellen.

Am Zubringer Rechtes Bielerseeufer will die Delegation festhalten. Der Kanton werde abklären, ob das Projekt ins Nationalstrassennetz aufgenommen werden könne und danach im Rahmen eines Gesamtverkehrskonzepts die Projektierungsarbeiten in Angriff nehmen.Die von der Dialoggruppe vorgeschlagenen kurz- und mittelfristige Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Region sollen mit hoher Priorität geplant, projektiert und umgesetzt werden.

Die Umsetzung der Massnahmen solle im Rahmen eines übergeordneten Controllings überwacht werden. Langfristig solle die Netzlücke gemäss Bundesbeschluss über das Nationalstrassennetz in Biel geschlossen werden.

Die Behördendelegation will zeitnah die Machbarkeit einer neuen Autobahnlösung prüfen. Im Vordergrund steht dabei ein Tunnel im Jurahang im Norden von Biel/Bienne.Zur Umsetzung dieser Massnahmen setzt die Behördendelegation eine übergeordnete Projektorganisation mit dem Namen "Espace Biel/Bienne.Nidau" ein.

Die neue Organisation solle die verschiedenen Planungen und Massnahmen gesamtheitlich und in einem partizipativen Prozess koordinieren, überwachen und steuern. Oberstes Organ von Espace Biel/Bienne.Nidau sei eine neue Behördendelegation unter der Leitung des Bieler Stadtpräsidenten Erich Fehr.

 Dabei sollen auch die Planungsregionen seeland.biel/bienne und Jura bernois.bienne einbezogen werden. Die Arbeiten am Aufbau der neuen Projektorganisation seien bereits im Gange.

Stadtpräsident Fehr sieht die Städte Biel und Nidau in einer grossen Verantwortung, da die Region selber in der Dialoggruppe die Vorschläge zum weiteren Vorgehen entwickeln konnte. «Erfolgreich werde die neue Projektorganisation aber nur in enger Zusammenarbeit mit allen Gemeinden in der Agglomeration sowie mit substanzieller Unterstützung von Kanton und Bund sein können», so Fehr weiter.

Der Gemeinderat der Stadt Biel habe diesem Vorgehen an seiner Sitzung vom 16. Dezember 2020 zugestimmt.Im Weiteren solle eine Reflexionsgruppe bestehend aus den Fachorganisationen und -verbänden, die schon am Dialogprozess beteiligt waren, gebildet werden. Die Gruppe solle den Behörden für Fragestellungen beratend zur Seite steht und eng in den Prozess einbezogen werden.

Die Sitzungen der Reflexionsgruppe sollen gemeinsam von Stadtpräsidentin Sandra Hess und Stadtpräsident Erich Fehr geleitet werden. .

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