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Regional

Verkehrssanierung Aarwangen - Pläne liegen bis 19. März zur Einsicht auf

2021-02-19 10:05:03
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Quelle: Kanton Bern

Die Lösung der Verkehrsprobleme von Aarwangen rückt näher, wie der Kanton Bern meldet.

Die Bevölkerung könne die nach der Mitwirkung angepassten Pläne für die Sanierung der Ortsdurchfahrt und die neue Umfahrungsstrasse einsehen. Der frühestmögliche Baubeginn sei 2023.Mit dem Bau einer 3,6 Kilometer langen Umfahrungsstrasse und der Sanierung der Ortsdurchfahrt solle Aarwangen vom starken Durchgangsverkehr entlastet werden.

Vom Projekt werde die ganze Region profitieren, zeigte sich Regierungsrat Christoph Neuhaus überzeugt. Die Verkehrssanierung stärke den Wirtschaftsraum Oberaargau, erhöhe die Sicherheit des Fuss- und Veloverkehrs, verbessere die Lebens- und Wohnqualität und nütze auch dem öffentlichen Verkehr.

Die Umwelteingriffe blieben in einem vertretbaren Rahmen, betonte der Baudirektor. Die vor Kurzem lancierte Idee eines Bahntunnels in Aarwangen sei keine echte Alternative, stellte er fest.

Diese sehr teure Massnahme würde das Hauptproblem nicht lösen. Denn die täglich mehr als 17`000 Autos und Lastwagen würden sich weiterhin durch Aarwangen zwängen.Das Projekt, dessen Pläne nun zur Einsicht aufliegen, wurde in einem partizipativen Planungsprozess erarbeitet.

Nach dem Bau der Umfahrungsstrasse werden nur halb so viele Autos und Lastwagen durch Aarwangen fahren wie heute. Dank Tempo 30 im Ortskern erhöht sich die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden.

Auch der öffentliche Verkehr werde profitieren. Dank der Sanierung der Bahninfrastruktur und weniger Autos an der Ortsdurchfahrt könne die Bahn ihren Fahrplan besser einhalten.Die neue Umfahrungsstrasse folgt weitgehend den Waldrändern und schont das Ackerland.

Als Kompensation für Eingriffe in Lebensräume sieht das Projekt verschiedene Ersatzmassnahmen vor. So sollen Feuchtwiesen für Insekten angelegt und Tümpel für Amphibien gebaut werden.

Die Landwirtschaft profitiert von einer Landumlegung und neuen Wegen.Nach der Mitwirkung im vergangenen Jahr wurde das Projekt weiter verbessert. So erhält die Haltestelle «Aarwangen Hard» zusätzlich einen Gehweg ausserhalb des Perrons, gleichzeitig werde der Hopferenbach verlegt und offengelegt.

Angepasst wurde zudem die Unterführung an der Meiniswilstrasse zu Gunsten der Landwirtschaftsfahrzeuge. Die Sicherheit des Fuss- und Veloverkehrs bei der Abzweigung Hardstrasse in Bützberg werde mit einer breiteren Mittelinsel erhöht.Im Vorprojekt 2015 wurden die Gesamtkosten auf rund 136 Millionen Franken geschätzt.

Seither wurde das Projekt verbessert und durch neue Elemente wie die Erneuerung des Bahnhofs Aarwangen, das Landumlegungsverfahren und verbesserte Umweltmassnahmen erweitert. Mit den Projekterweiterungen werden die Kosten auf 192,5 Millionen Franken veranschlagt.

Die Verkehrssanierung Aarwangen gründet auf mehreren Säulen und werde von folgenden Hauptakteuren getragen:Die Genehmigung des Strassenplans sei für Ende 2021 vorgesehen, der Grosse Rat solle 2022 über den Ausführungskredit befinden. Der frühestmögliche Baubeginn sei 2023. Für den Bau der Umfahrung werden rund fünf Jahre veranschlagt, die anschliessende Sanierung der Ortsdurchfahrt solle zwei Jahre dauern.

Bild anzeigen Ortsdurchfahrt im Zentrum von Aarwangen. (zvg) Bild anzeigen Die neue Brücke über die Aare an der Umfahrungsstrasse.

(zvg) Bild anzeigen Tunnel unter dem Spichigwald an der Umfahrungsstrasse. (zvg) Bild anzeigen Die neue Haltestelle Aarwangen-Hard.

(zvg) Bild anzeigen Umfahrungsstrasse im Risenacher zwischen Aarwangen und Bützberg. (zvg).

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