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Bau-, Energie-, Verkehrs- und Raumplanungskommission - Kommission befürwortet punktuelle Verbesserungen im öffentlichen Verkehr

2021-02-23 09:05:03
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Quelle: Kanton Bern

Die Bau-, Energie-, Verkehrs- und Raumplanungskommission unterstützt den Angebotsbeschluss im öffentlichen Verkehr für die Jahre 2022-2025 und den darin vorgesehenen gezielten Ausbau des Angebots, wie der Kanton Bern meldet.

Ein Ja empfiehlt sie auch zum Kredit für die Anmiete von provisorischem Schulraum in der ehemaligen Kartonfabrik in Deisswil für die Schule für Gestaltung, sowie für den Anschluss verschiedener Bildungseinrichtungen an Wärmeverbünde.Die Bau-, Energie-, Verkehrs- und Raumplanungskommission (BaK) habe den Angebotsbeschluss im öffentlichen Verkehr für die Jahre 2022-2025 vorberaten, mit welchem das Parlament den Umfang der zu bestellenden Verkehrsleistungen im Orts- und Regionalverkehr periodisch festlegt. Der neue Angebotsbeschluss sieht unter anderem vor, dass Nachtbusse künftig zum kantonalen Grundangebot gehören.

Der Nachtzuschlag entfällt damit ab 2022.Die Kommission unterstützt den vorgeschlagenen gezielten Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Aus Sicht der BaK sei der massvolle Ausbau auch im Hinblick auf eine nachhaltige Mobilitäts- und Siedlungsentwicklung wichtig.

Sie beantragt deshalb dem Grossen Rat, das Angebot im öffentlichen Verkehr in den regionalen Zentren zu optimieren. Konkret beantragt sie, dass der integrale Halbstundentakt auf der Interregiostrecke Bern-Burgdorf-Herzogenbuchsee-Langenthal bis Mitternacht wiederum aufgenommen werden soll.

Eine Minderheit der BaK beantragt, das Tages- und Abendangebot auf der Linie Burgdorf-Konolfingen-Thun auszubauen.Die BaK empfiehlt dem Grossen Rat die Annahme des neuen Angebotsbeschlusses, der für die Jahre 2022-2025 durchschnittlich 280 Millionen Franken pro Jahr für Abgeltungen an die Transportunternehmungen vorsieht. Auch der Rahmenkredit für die Infrastruktur des öffentlichen Verkehrs war in der Kommission unbestritten.

So sollen zwischen 2022 und 2025 rund 180 Millionen Franken für die Realisierungen grösserer Projekte wie etwa die Erweiterung des Tramdepots Bolligenstrasse in Bern oder den Neubau der Luftseilbahn Stechelberg–Mürren investiert werden.Die Schule für Gestaltung an der Schänzlihalde in Bern werde zwischen 2024 und 2026 saniert. Während dieser Zeit solle der Schulbetrieb als Übergangslösung in den Bernapark Deisswil verlegt werden.

Die BaK begrüsst den Lösungsvorschlag der Regierung, die Schule für Gestaltung im Bernapark in Stettlen/Deisswil temporär unterzubringen – zumal mit der längerfristigen Nutzung der gemieteten Räumlichkeiten des Bernaparks die Wirtschaftlichkeit von Übergangslösungen steigt. Die Kommission beantragt dem Grossen Rat die Zustimmung zum Kredit von 11,5 Millionen Franken.

Da in absehbarer Zeit auch die Gebäude der Gymnasien Neufeld und Kirchenfeld saniert werden müssen, solle der Bernapark Deisswil künftig für weitere Schulsanierungen als Ersatzstandort dienen.Weiter habe sich die BaK mit zwei Geschäften befasst, die für Bildungseinrichtungen nachhaltige Heizlösungen anstreben. Die kantonale Berufsschule und das Gymnasium in Langenthal sowie die Gewerblich Industrielle Berufsschule, der Botanische Garten und die Schule für Gestaltung in der Lorraine sollen jeweils an bestehende lokale Nahwärmeverbünde angeschlossen werden.

Die Anlage in Langenthal werde vom Versorgungsunternehmen Industrielle Betriebe Langenthal (IBL) und jene in Bern von Energie Wasser Bern (ewb) betrieben. Die BaK sei der Ansicht, dass Wärmeverbünde zukunftsträchtig seien und zunehmend an Bedeutung gewinnen werden.

Die Kommission erachtet deshalb die Anschlüsse an die Wärmeverbünde als sinnvoll, beantragt aber im Hinblick auf die Erreichung der Ziele der Energiestrategie des Kantons Bern, die Anlage für die Beheizung der Bildungseinrichtungen in der Lorraine mit Schweizer Biogas zu betreiben. Eine Minderheit beantragt, die Anlage mit Biogas, das im Kanton Bern produziert wird, zu betreiben.

Die Kommission stimmt den einmalig zu leistenden Kapitalkosten von total 5,6 Millionen Franken zu. Gegenüber wiederkehrenden Zahlungen lassen sich so Einsparungen im Umfang von rund 1,6 Millionen Franken realisieren.Schliesslich beantragt die BaK dem Grossen Rat, dem Kredit über rund 10 Millionen Franken für die Erneuerungsarbeiten an der Schynige Platte-Bahn (SPB) zuzustimmen.

Die Bergbahnstrecke der historischen Zahnradbahn und die dazugehörige Werkstätte in Wilderswil müssen saniert werden. Als touristische Bahn sei die SPB nicht abgeltungsberechtigt.

Der lediglich kostendeckende Betrieb der SPB reicht jedoch nicht aus, um die Investitionen in den längerfristigen Erhalt der Bahnanlagen aus eigener Kraft zu finanzieren, weshalb die BOB als Besitzerin der SPB das Gesuch um Unterstützung gestellt hat..

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