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Aktionsplan Gleichstellung: Positive Zwischenbilanz

2021-04-08 05:05:03
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Quelle: Stadt Bern

Der Gemeinderat zieht zur Halbzeit des Aktionsplans Gleichstellung von Frauen und Männern und von LGBTIQ-Menschen eine positive Zwischenbilanz, wie die Stadt Bern ausführt.

Erfolge zeigen sich in den Bereichen der Lohngleichheit, der Vereinbarkeit von Beruf und Care-Aufgaben sowie in der Erhöhung des Frauenanteils im Kader der Stadtverwaltung. Auch die erstmals im Aktionsplan enthaltenen Massnahmen zur Gleichstellung von LGBTIQ-Menschen befinden sich auf Zielkurs.

Gleichzeitig wirken sich die angespannte finanzielle Lage der Stadt Bern und die COVID19-Pandemie auf die Umsetzung aus.Der Aktionsplan Gleichstellung 2019–2022 umfasst fünf Schwerpunkte mit konkreten Zielen und insgesamt 36 Massnahmen aus allen Politikfeldern. Ziel sei es, die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter in allen Lebensbereichen voranzubringen.

Die COVID19-Pandemie führt bei einem Drittel aller Massnahmen zu Verzögerungen. Bei mindestens einem Fünftel aller Massnahmen konnte zudem die Umsetzung aufgrund der angespannten finanziellen Lage der Stadt Bern nicht wie geplant erfolgen.

Laut Zwischenbericht seien dennoch viele Massnahmen auf Zielkurs und erste Erfolge zu verzeichnen.Im Bereich der Lohngleichheit sei die Umsetzung der Charta zur Lohngleichheit im öffentlichen Sektor auf gutem Weg: Im Beschaffungswesen und bei den Organisationen mit städtischen Leistungsverträgen wurden Lohngleichheitsüberprüfungen eingeführt. Mit dem «Werkplatz Égalité» haben Stadt und Kanton Bern gemeinsam eine Innovationsplattform für Unternehmen zum Austausch von «good practice» zu Gleichstellung, Diversität und Vereinbarkeit geschaffen.In der Stadtverwaltung habe der Frauenanteil im Kader Ende 2020 – fast zehn Jahre nach Einreichung einer Motion – insgesamt die 35 Prozent-Hürde geschafft, wenn auch noch nicht in jeder Direktion und auf jeder Kaderstufe.

Eine der zentralen Voraussetzungen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie – und den damit verbundenen besseren beruflichen Perspektiven für Frauen – sei ein bezahlbares familienergänzendes Betreuungsangebot. Die Stadt Bern federt daher die vom Kanton erhöhten Elternbeiträge für die Betreuung von Kleinkindern finanziell ab.

Ein Pilotangebot für Rechtsauskünfte rund um Schwangerschaft und Elternschaft am Arbeitsplatz, angesiedelt bei der Mütter- und Väterberatung im Berner Generationenhaus, stösst auf rege Nachfrage.Der Aktionsplan enthält erstmals auch Massnahmen zur Gleichstellung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans, intergeschlechtlichen und weiteren queeren Menschen. Die Massnahmen zielen darauf ab, den Zugang zu den städtischen Angeboten inklusiver zu gestalten und bestehende Diskriminierungen abzubauen.

So verfügen in der kommenden Badesaison einige Freibäder zusätzlich zu den geschlechtergetrennten Toiletten und Garderoben über Universalbereiche, die unabhängig vom Geschlecht für alle zugänglich sind.Im Vorfeld des Berner Aktionsmonats «LIKEƎVERYONE» für mehr Sichtbarkeit geschlechtlicher und sexueller Vielfalt wurden zahlreiche Fachpersonen aus dem Kinder- und Jugend- sowie dem Gesundheitsbereich für Fragen im Zusammenhang mit geschlechtlicher und sexueller Vielfalt sensibilisiert und für einen professionellen Umgang mit der Thematik geschult und dokumentiert. Der Aktionsmonat findet im kommenden Mai in der Stadt Bern statt unter Mitwirkung von zahlreichen Organisationen, Bibliotheken und Museen..

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