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Temperaturdaten für wirksame Klimaanpassungsmassnahmen

2021-05-05 10:05:03
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Quelle: Stadt Bern

Mit dem Betrieb eines Messnetzes für Temperaturdaten will die Stadt Bern in Zusammenarbeit mit der Universität Bern und Energie Wasser Bern (ewb) eine wichtige Datengrundlage für die klimaangepasste Stadtentwicklung schaffen, wie die Stadt Bern schildert.

Auf Basis dieser Daten können klimatisch wirksame Anpassungen im öffentlichen Raum gezielter geplant werden.Die Stadt Bern will im Rahmen einer Projektpartnerschaft mit der Universität Bern und Energie Wasser Bern (ewb) den Weiterbetrieb des Messnetzes für hochaufgelöste Temperaturdaten im Berner Stadtgebiet von 2021 bis 2025 sicherstellen. Eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern habe der Berner Gemeinderat im Dezember 2020 genehmigt.

Von 2018 bis 2020 wurde das Messnetz von der Universität Bern aufgebaut und betrieben. In den kommenden fünf Jahren werden jeweils zwischen Mai und September an rund 60 Standorten auf dem gesamten Stadtgebiet Temperaturmessungen durchgeführt.

Die diesjährigen Messungen starten am 15. Mai und dauern bis zum 15. September.Damit das Leben in der Stadt Bern künftig auch in den zu erwartenden heisseren Sommermonaten erträglich bleibt, seien Klimaanpassungsmassnahmen unerlässlich. Die Temperaturdaten liefern eine wichtige Grundlage für die Planung und Realisierung von solchen lokal wirksamen Massnahmen.

Die Daten zeigen, wo und wie stark sich das Stadtgebiet aufheizt. Mit Entsiegelung, Begrünung von Aufenthaltsflächen oder der Verwendung alternativer Materialien könne gezielt am richtigen Ort Einfluss auf das Stadtklima genommen werden.

Die Wirksamkeit der jeweiligen Massnahmen könne im Rahmen eines mehrjährigen Monitorings mit Vorher-Nachher-Vergleichen bewertet und der effektive Beitrag zur Hitzeminderung beziffert werden.Auch für die städtischen Infrastrukturen seien die hochaufgelösten Temperaturdaten von Bedeutung. ewb als Projektpartner sei beispielsweise an verlässlichen Daten interessiert, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die städtische Wasserversorgung frühzeitig erfassen und auf allfällige Veränderungen reagieren zu können.

Die Temperaturdaten des Messnetzes seien ein Baustein für verschiedene Klimaanpassungsmassnahmen in der Stadt Bern. Sämtliche Massnahmen, seien sie strategisch, baulich oder auf gesundheitlicher Ebene, werden stadtintern koordiniert und ab der zweiten Jahreshälfte auf bern.ch kommuniziert.Dicht bebaute Stadtgebiete heizen sich tagsüber stärker auf und kühlen nachts langsamer ab als das Umland.

Dieser städtische Wärmeinsel-Effekt sei auch in Bern spürbar und verstärkt die Folgen des Klimawandels in Form zunehmender Hitzeextreme. Während bei der offiziellen Messstation in Zollikofen 2019 drei Tropennächte (Temperatur fällt nicht unter 20°C) registriert wurden, waren es in der Länggasse sechs, im Breitenrain acht und in der Altstadt zehn.

Von 2018 bis 2020 wurden in der Länggasse, im Breitenrain und in der Altstadt insgesamt gar 51 Tropennächte registriert. Diese Beispiele belegen, wie unterschiedlich der Wärmeinseleffekt je nach Standort ausfallen kann..

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