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Farbsack-Trennsystem: Abstimmungsvorlage für Einführung

Farbsack-Trennsystem: Abstimmungsvorlage für Einführung
Farbsack-Trennsystem: Abstimmungsvorlage für Einführung (Bild: Stadt Bern)

2021-05-17 10:05:03
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Quelle: Stadt Bern

In der Stadt Bern soll in allen Stadtteilen ausser der Inneren Stadt (Stadtteil I) das freiwillige Farbsack-Trennsystem eingeführt werden, wie die Stadt Bern berichtet.

Der Gemeinderat habe am 12. Mai die entsprechende Abstimmungsvorlage zuhanden des Stadtrats verabschiedet.Die Stadt Bern verfügt heute zwar über ein gut funktionierendes Abfallentsorgungssystem, doch sei es in verschiedener Hinsicht nicht mehr zeitgemäss: Das tägliche Heben von Kehrichtsäcken und Papierbündeln führt bei den Mitarbeitenden der städtischen Entsorgungsdienste zu körperlichen Schäden, die Sammelstellen für Separatabfälle seien trotz häufiger Leerungen oft überfüllt und schliesslich können Kehricht und Separatabfälle heute nur zu eingeschränkten Zeiten entsorgt werden. Nicht zuletzt werden die lose an der Strasse bereitgestellten Gebührensäcke oft von Wildtieren aufgerissen.

Mit dem Farbsack-Trennsystem möchte Entsorgung + Recycling Stadt Bern den vielseitigen Problemen entgegenwirken. Mit dem Farbsack-Trennsystem erweitert die Stadt Bern ihr Angebot um ein zeitgemässes, flexibles und zugleich noch attraktives Entsorgungssystem. Es solle als freiwilliges System neben dem herkömmlichen Entsorgungssystem eingeführt werden, verbunden mit der allgemeinen Containerpflicht für sämtliche Siedlungsabfälle.Die Einwohnerinnen und Einwohner können ihre Separatabfälle wie Glas, Büchsen, PET-Flaschen und Plastikverpackungen künftig zuhause in Farbsäcken trennen und diese zeitunabhängig im Farbsack-Container vor dem Haus entsorgen.

Papier und Kartons werden lose in den Farbsack-Container geworfen. Der Hauskehricht werde unverändert in den Stadtberner Gebührensäcken gesammelt, welche künftig aber ebenfalls in einem Container vor dem Haus bereitgestellt werden.In Mehreren Schweizer Städten gilt sie bereits - die Containerpflicht für Haushaltsabfälle.

Auch die Stadt möchte künftig darauf setzen. Einerseits schützt sie die Gesundheit der Mitarbeitenden der Entsorgungsdienste, andererseits entlastet sie die überlasteten Sammelstellen für Separatabfälle: Indem Separatabfälle (in den Farbsäcken) und Papier/Karton (lose) künftig jederzeit vor dem Haus in die Farbsack-Container geworfen werden können, werden der Gang oder die Fahrt zur Sammelstelle nicht mehr notwendig sein.Das Farbsack-Trennsystem und die Containerpflicht sollen in der Stadt Bern ab Mitte 2022 schrittweise und über einen Zeitraum von fünf Jahren in den Stadtteilen II bis VI Seite 3/3 eingeführt werden.

Ausgenommen bleibt der Stadtteil I (Innere Stadt), und zwar aufgrund der besonderen Platzverhältnisse, des hohen Nutzungsdrucks, der besonderen Herausforderungen im UNESCO-Perimeter sowie aus finanziellen Gründen.Die Einführung des neuen Systems erfordert zwei Kredite: einen Investitionskredit in der Höhe von 7,68 Millionen Franken sowie einen Verpflichtungskredit für die einmaligen Einführungskosten von 3,04 Millionen Franken. Das Farbsack-Trennsystem werde – wie sämtliche Entsorgungsleistungen von Entsorgung + Recycling Stadt Bern – nicht über den Steuerhaushalt finanziert, sondern über die gebührenfinanzierte Sonderrechnung Entsorgung + Recycling.

Diese weist einen positiven Saldo auf und sei von den städtischen Sparmassnahmen nicht betroffen.Der Gemeinderat habe das Umsetzungskonzept für die Einführung des Farbsack-Trennsystems zuhanden des Stadtrats verabschiedet. Es sei geplant, dass das Berner Volk am 28. November 2021 über die Kredite zur Einführung des Farbsack-Trennsystems entscheidet. Weitere Informationen entnehmen Sie der Website: www.farbsack.ch/abstimmungsvorlage.

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